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43/2016

Du tust mir kund den Weg zum Leben.

Psalm 16,11

Bücher, nach denen man heute gern greift, sind Ratgeberbücher - „Bücher, die zur Sache kommen“, wie es in einer Werbung heißt. In ihnen erfahren wir, wie wir gelassen in eine Prüfung gehen können, am schnellsten Karriere machen, am besten Kinder erziehen oder ein sicheres Auftreten erlangen. Diese Schriften sind im allgemeinen hilfreich, von erfahrenen Leuten geschrieben.

Was David in unserem Text ausdrückt, geht weit darüber hinaus. Er wendet sich an den Kenner des Weges, der zum Leben führt: Gott. „Ich lobe den HERRN, der mich beraten hat“, sagt David in Psalm 16 „ich habe den HERRN allezeit vor Augen.“ (V. 7-8)

Gott der Herr will uns den Weg zum Leben weisen, übrigens auch in einem Buch: in der Bibel. Ich lese sie, weil sie mir Orientierung gibt. Sie macht mir deutlich, worin wirkliches Leben besteht und dass die Liebe der höchste Wert ist. Sie klärt mich darüber auf, was Gott als der Schöpfer und Erhalter mit den Menschen im Sinn hat. Sie fordert mich auf, Leben zu schützen und zur Entfaltung kommen zu lassen. Die Bibel als das Wort Gottes hat die Kraft, mich zu verändern, eine „neue Kreatur“ aus mir zu machen. Und das erstreckt sich bis in mein Denken, meine Sprache, mein Lebensgefühl und die Entscheidung, wofür ich mich am meisten einsetzen will.

Gott „tut mir kund den Weg zum Leben“ in seinem Wort, der Heiligen Schrift. Diese Tatsache ist allerdings nicht so zu verstehen, dass ich die Bibel schlechthin als Gebrauchsanweisung benutzen soll, ohne eine Beziehung zu ihrem Verfasser zu haben.

„Den Weg zum Leben“ lerne ich nur gehen, wenn ich Gott selbst kennenlerne. Die gesamte Bibel ist eine einzige große Einladung, mit ihm Freundschaft zu schließen. Wer anfängt, die Schrift aus dieser Sicht zu lesen, wird sie nicht mehr aus seinem Alltag und aus wichtigen Entscheidungen ausklammern, weil er weiß: Hier spricht Gott zu mir!

Burkhard Mayer


O Wort aus Gottes Mund! Noch nie genug erwägt, dich habe ich mir allein zum Grund der Seligkeit gelegt. Du bist mein größter Schatz und sollst mein Führer sein, bis ich viel Lebensfrüchte bring in deinem Gnadenschein. Hilf, dass mein Lebensweg nach dieser Richtschnur geht, dass ich beim Spiegel deines Worts, solang ich lebe, steh.
(Wir loben Gott,
Nr. 101, Dichter unbekannt)


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