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41/2016

„Kommt, wir suchen einen ruhigen Platz“, sagte Jesus, „wo ihr allein sein und ein wenig ausruhen könnt.“ Denn es war ein ständiges Kommen und Gehen, so dass sie nicht einmal Zeit zum Essen hatten. Sie stiegen in ein Boot und fuhren an eine einsame Stelle.

Markus 6,31-32 (Gute Nachricht Bibel)

Es ist schon einige Jahre her, da sagte mein Hausarzt zu mir: „Ich ziehe Sie für 14 Tage aus dem Verkehr." Er meinte es gut, aber es passte überhaupt nicht in meine Planung. Nicht, dass ich damals meinte, es würde auf meiner Arbeitsstelle ohne mich nicht recht weitergehen. Jeder ist ersetzbar, auch wenn er sich für ganz wichtig hält. Nach kurzem Überlegen kam ich aber zu dem Schluss, es sei gar nicht so schlecht, für eine gewisse Zeit auszuspannen. Meistens merken wir nicht, dass wir in der Hektik des Alltags auch ab und an Ruhe benötigen, um wieder Kräfte zu sammeln oder Krankheiten auszukurieren. Die 14-tägige Zwangspause hat mir sichtlich gutgetan.

Bei aller Geschäftigkeit ist es aber vor allem unerlässlich, eine Ruhepause einzulegen, um die Verbindung mit Gott zu suchen. Das benötigten auch Jesus und seine Jünger, obwohl sie für Gottes Reich arbeiteten - so unser Andachtswort heute. Unser Leben gleicht manchmal einer Flucht nach vorn. Da bleibt zu wenig Zeit für Gott, was persönliche negative Folgen hat. Wir müssen uns durchringen innezuhalten; und es ist unbedingt erforderlich, einmal dem Wirbel der Arbeit zu entfliehen, um in Ruhe über unser Leben und unsere Zielsetzungen nachzudenken.
Wichtig ist, dass wir diese Zeit zum Hören auf Gott benutzen - nicht, um auf die zahlreichen Stimmen in dieser Welt zu hören (ganz gleich, mit welchem Medium). Diese versuchen oft, uns nur zu betäuben, und sie ersticken jede innere Sammlung. Wir müssen auf Gott bzw. Jesus hören, der auch heute noch zu uns spricht. Wie nötig ist es doch, auf das zu achten, was er uns zu sagen hat! In den Evangelien wendet Jesus sich an einen jeden von uns.

Seine Botschaft ist von Liebe und von Wahrheit zugleich geprägt. Sie öffnet uns die Augen, damit wir erkennen, dass wir ohne ihn verloren sind. Doch Gott stellt uns auch das Heilmittel vor Augen, durch das wir erlöst werden können. Es ist sein Sohn, Jesus Christus, der einen jeden errettet, der ihn als Erlöser annimmt. Durch seinen freiwilligen Sühnetod am Kreuz hat er alles beseitigt, was uns von Gott trennen könnte.

Klaus Schulz

© Advent-Verlag Lüneburg

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