You are here: Andacht der Woche
Return to: Home
General:

01/2016

Am siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet und ruhte von aller seiner Arbeit aus. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen Tag, der ihm gehört, denn an diesem Tag ruhte Gott, nachdem er sein Schöpfungswerk vollbracht hatte.

1. Mose 2,2-3 (Gute Nachricht Bibel)

In unserer heutigen Welt gibt es tatsächlich noch zwei Dinge (besser: Institutionen), die aus dem Paradies stammen, also aus dem ursprünglichen Zustand, wie Gott unsere Erde geschaffen hat bzw. wie er sie eingerichtet hat. Die eine Institution ist die Ehe, die er nach der speziellen Erschaffung der Frau mit den Worten einrichtete: „Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele.“ (1 Mo 2,24 GNB) Die andere Institution ist der Ruhetag am Ende der Arbeitswoche, Sabbat genannt. Von seiner Einrichtung handeln die oben zitierten Bibelverse.

Beide Institutionen wurden jeweils unter den Schutz eines der Zehn Gebote Gottes gestellt (vgl. 2 Mo 20,8-11.14), doch sie waren in den Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte immer besonderen Angriffen ausgesetzt und wurden beide entstellt. Wohin wechselnde Partnerschaften, außereheliche Beziehungen und zerbrochene Ehen letztlich führen, beginnen inzwischen viele Menschen zu ahnen, wenn sie sich das Verhalten vieler Kinder und Jugendlichen ansehen und nach den Ursachen für deren Probleme fragen.

Aber auch die negativen Folgen der Abkehr vom Ruhetag Gottes sind in unserer Welt deutlich zu erkennen. Immer mehr Menschen sind rastlos am Arbeiten, selbst wenn sie nicht an ihrem Arbeitsplatz sind. Die modernen Kommunikationsmittel machen es möglich. Andere suchen sich einen Zweitjob fürs Wochenende, um mehr Geld zur Verfügung zu haben. Keine Ruhe mehr, dauernder Stress, kein regelmäßiger Wechsel mehr zwischen Arbeitswoche und Ruhetag! Ruhelosigkeit, Überlastung, körperliche und psychische Krankheiten, Unzufriedenheit, ein Gefühl von Sinnlosigkeit und vieles andere mehr sind die Folgen.

Das Schlimmste dabei ist: Man verliert seinen Schöpfer aus den Augen. Denn der Sabbat ist ja in den Schöpfungstaten Gottes - genauer gesagt: im Ruhen Gottes von seinen Schöpfungstaten am Ende der Schöpfungswoche - verankert. Heute haben wir wieder Gelegenheit, zur Ruhe zu finden und unseres Schöpfers zu gedenken.

Werner E. Lange


© Advent-Verlag Lüneburg

Go to: 02/2016 10/2016