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49/2015

Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.

Psalm 104,24

Bei uns zu Hause ist es inzwischen eine feste Gewohnheit, jeden Sabbatnachmittag nach dem Mittagessen spazieren zu gehen. Ganz in der Nähe gibt es ein Biotop, zu dem wir gern gehen, weil man dort Pferde, Wasserbüffel, Graureiher und Störche sehen kann. Schon oft haben wir dort auch junge Störche in den Nestern gesehen. Diese Störche fliegen jedes Jahr im Herbst in den warmen Süden, um dort zu überwintern. Sie nehmen einen weiten und beschwerlichen Weg über Tausende Kilometer auf sich und finden im nächsten Frühjahr auch den Weg zurück.

Beim Nachdenken über diesen Vorgang kommt mir in den Sinn, wie wunderbar Gott alles geschaffen hat. Wenn wir mit offenen Augen und gläubigem Herzen durch die Natur gehen, können wir in der Schöpfung Gottes Wirken erkennen und ihn erleben. Er hat die ganze Schöpfung bis ins kleinste Detail geplant, und allem in der Natur hat er eine Ordnung gegeben. Darüber können wir nur staunen. Trotzdem gibt es sehr viele Menschen, die eine Schöpfung durch Gott kategorisch ablehnen und an eine Evolution der Lebewesen glauben.

Doch dann wäre unser Leben letztlich sinnlos und ohne ein ewiges Ziel. Dass Gott unser Schöpfer ist, gibt unserem Leben auf dieser Erde erst einen tiefen Sinn und ein bleibendes Ziel. Gott liebt jeden einzelnen Menschen und möchte, dass noch möglichst viele den Weg zu ihm finden.
Seine große Gnade und Liebe haben wir sündige Menschen nicht verdient. Die Liebe Gottes zu uns gibt uns Hoffnung und Zuversicht für jeden neuen Tag. Wenn wir uns das jeden Morgen neu ins Gedächtnis rufen, können wir daraus wieder neue Kraft und neuen Mut schöpfen, um mit all unseren Sorgen und Nöten fertigzuwerden. Und wenn wir in der Hektik des Alltags nicht dazu kommen, uns das bewusst zu machen, dann steht uns der Sabbat dafür zur Verfügung.

Oft stehen wir im Leben vor schwierigen Entscheidungen. Doch wir brauchen sie nicht allein zu treffen, sondern können Gott dabei um Rat fragen. In allen Dingen können wir uns auf unseren Schöpfer verlassen. Lasst uns auch heute wieder von neuem Gott dafür loben und preisen, dass er unser Schöpfer ist und die Erde in seinen Händen hält! Er hat unsere Anbetung verdient.

Andreas Faber


© Advent-Verlag Lüneburg

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