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27/2015

Bei Gott sind alle Dinge möglich.

Matthäus 19,26

„Nichts ist unmöglich!“, behauptet Toyota regelmäßig in seiner Werbung und meint dabei seine Autos.

Wir könnten an noch viele andere Dinge denken, zum Beispiel an unsere heutigen Kommunikationsmöglichkeiten oder an die technischen Möglichkeiten überhaupt, die heute von vielen genutzt werden. Was unsere Vorfahren – teils sogar noch unsere Eltern – für unmöglich hielten, ist heute möglich geworden. „Das geht nicht!“, meinten sie – doch es geht. „Das ist undenkbar!“ – für die Laien heute vielleicht noch, aber die Chefs und Entwickler dachten und machen es. „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über sie [die Tiere].“ (1 Mo 1,28) Kein Auftrag des Schöpfers ist so umgesetzt worden wie dieser. Das Tragische dabei ist nur, dass wir den Auftraggeber vergessen haben und dass wir in dieser Gottvergessenheit die Erde, die wir „bebauen und bewahren“ sollten (1 Mo 2,15), zerstört haben und ganz zu zerstören drohen.

Das Wort Gottes berichtet von Dingen, die uns noch immer unmöglich erscheinen: In sieben Tagen gestaltete Gott die Erde als Wohnplatz für uns Menschen. Er teilte das Rote Meer und ließ die Israeliten hindurchgehen. Die drei Freunde Daniels standen im Feuer und verbrannten nicht. Unheilbar Kranke wurden durch Jesus gesund und Tote standen wieder vom Tod auf.

Der heutige Mensch, der im Blick auf seine Leistungen nichts für unmöglich hält, ist bei solchen Berichten erstaunlich schnell mit seinem Urteil fertig: „Das ist unmöglich!“

Zugegeben, wenn ich selbst das Dasein eines Gottes für unmöglich halte, dann kann nur möglich sein, was der Mensch möglich machen kann. Wer aber genauer nachdenkt, kann Gott und dessen Möglichkeiten nicht leugnen, meinte der Physiker Max Planck. Und dann ist es geradezu nötig, dass im Buch Gottes von Ereignissen berichtet wird, die wir nicht machen können, die aber ein mächtiger Gott durchaus schaffen kann. Wer Gott nur das zutraut, was er als Mensch kann, der macht Gott zum Knecht und sich selbst zum Herrn.

Gott wird einst unsere geschundene Erde erneuern. Er wird den treuen Gläubigen ein zweites, ewiges Leben schenken, und sie werden diejenigen wiedersehen, die mit ihnen lebten und glaubten; denn „bei Gott sind alle Dinge möglich!“

Lothar Reiche

© Advent-Verlag Lüneburg

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