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21/2015

[Jesus sagte:] „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“

Johannes 11,25

Immer weniger Grabsteine tragen ein Kreuz. Neulich entdeckte ich einen, auf dem ein großes „Warum?“ meinen Blick auf sich zog. Die Lebensdaten gaben Auskunft, dass hier ein Ehepaar beerdigt war. Die Frau war mit 58 Jahren gestorben, der Mann wurde 85 Jahre alt. Hatte er diese Frage für den Grabstein bestimmt? Bezog sie sich auf den frühen Tod seiner Frau? Da er selbst ein sehr hohes Alter erreicht hatte, dürften kaum die Hinterbliebenen so gefragt haben. Und an wen hat er diese Frage gerichtet? Hat er überhaupt an Gott geglaubt? Ein Hinweis auf die christliche Hoffnung fehlte auf dem Grabmal.

Wenn ein Mensch durch einen unverschuldeten Unfall stirbt, Opfer eines Verbrechens wird oder einer unheilbaren Krankheit erliegt, taucht die Frage nach dem Warum fast immer auf, ja wird zur verzweifelten Frage. Warum hat Gott die Katastrophe nicht verhindert? Warum hat es gerade ihn bzw. sie „erwischt“? Warum so früh? Warum gerade jetzt? Nur unser Schöpfer weiß darauf eine Antwort. In der Ewigkeit werden wir ihm diese Fragen stellen können – wenn sie uns dann noch interessieren. Aber dazu müssen wir erst einmal dort hinkommen. Und da sind wir bei der Sinnfrage unseres Lebens angelangt.

Hat unser Leben einen Sinn gehabt, wenn wir es nicht dazu nutzen, das Gottesgeschenk eines ewigen Lebens anzunehmen?

Durch die Sünde sind wir Menschen nicht nur sterblich, sondern auch oft unglücklich. Gott will beides ändern. Er bietet uns ein ewiges Leben an. Wir können es uns nicht verdienen, wir brauchen es nicht zu bezahlen, sondern können es nur geschenkweise durch Gottes Gnade und Güte erhalten (vgl. Röm 3,24).

Nicht zu fassen! Da verschenkt Gott eine Ewigkeit ohne Leid und voller echter Freude, aber nur wenige Menschen sind davon berührt oder gar begeistert – sei es, weil sie es nicht wissen, nicht daran glauben oder es nicht wertschätzen.

Es ist Gottes Wille, dass wir schon auf dieser Erde glücklich leben. Gott hat es sich den höchsten Preis kosten lassen, uns die Tür zum Glück und zur Ewigkeit wieder zu öffnen. Jesus sagte: „Ich bin die Tür, ich bin der Weg, ich bin die Auferstehung und das Leben“ (vgl. Joh 10,9a; 11,25a; 14,6). Ich biete dir meine Freundschaft an – für diese Zeit und in alle Ewigkeit. Ist das nicht Grund genug, ihn zu lieben?

Gerhard Zahalka

© Advent-Verlag Lüneburg

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