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02/2007

Geschieht etwas, von dem man sagen könnte: „Sieh, das ist neu"? Es ist längst vorher auch geschehen in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.

Prediger 1,10


Wenn man heute im Fernsehen ein Spaceshuttle auf seiner Abschussrampe stehen sieht, dann hat es links und rechts zwei riesige Tanks. Die Ingenieure härten diese Tanks gerne größer gemacht, aber der Transport dieser riesigen Behälter ist nur über Eisenbahnschienen möglich, und die Strecke zur Rampe verläuft durch einen Tunnel, der eine gewisse Breite hat, die sich nach der Spurbreite der Bahn richtet. Diese wiederum wurde durch die englischen Auswanderer bestimmt, die das amerikanische Schienennetz verlegten. In England wiederum benutzte man dieses Maß, weil die ersten Schienenstränge von den Menschen verlegt wurden, die auch die Straßen für die Fuhrwerke auf ihren speziellen Werkbänken bauten, deren Maß durch die Spurrinnen der großen Straßenverbindungen, die bereits die Römer geschaffen hatten, vorgegeben war. Und wie kamen nun die Römer auf die Spurbreite ihrer Wagen? Ganz einfach: Es war die Breite zweier Pferdehinterteile, die zwischen die Deichsel römischer Kriegswagen passen mussten!

Daran wird uns wieder deutlich, das amtliche Spezifikationen Jahrtausende überdauern, und das Design des modernsten aller Fortbewegungsmittel (Spaceshuttle) eng mit irgendeinem Wagenbauer, der vor über 2.000 Jahren seine Messlatte an zwei Pferde hielt, zusammenhängt.

Und wir alle stehen am Ende einer langen Geschichte: Weltgeschichte, Gemeindegeschichte, Familiengeschichte, persönliche Geschichte, und wir werden immer wieder zu derselben Erkenntnis kommen wie der Prediger Salomo: „Was geschehen ist, eben das wird hernach sein. Was man getan hat, eben das tut man hernach wieder, und es geschieht nichts Neues unter der Sonne." (V. 9)
Darin steckt auch ein geistlicher Gedanke, denn wir neigen ja dazu, unsere persönlichen Gedanken und Probleme oft als einzigartig und nie da gewesen zu erleben. Ich kann mir aber sicher sein: Alles, was mich plagt und worauf ich keine Antwort sehe - so ausweglos die Situation auch erscheinen mag -, das kennt Gott schon und hat es überwunden. Mein Erleben von heute ist eng verbunden mit einem Geschehen vor zweitausend Jahren, als Jesus mich durch seinen Tod am Kreuz erlöste. Dazwischen liegt eine Fülle an menschlicher Erfahrung und göttlicher Führung; aber ich weiß: Gott wird mich sicher in die Zukunft führen und begleiten.

Dennis Meier

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