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50/2006

Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten ...

Matthäus 2,3-5


Vor 2.000 Jahren machte sich eine Gruppe von Sterndeutern aus Mesopotamien auf den Weg nach Bethlehem. Sie hießen nicht Caspar, Melchior und Balthasar und waren auch keine Könige. Gott lenkte sie durch eine Himmelserscheinung zu dem gesuchten Ort. Sie vermuteten zunächst, das Baby, das sie als König verehren wollten, sei im Hause des Königs Herodes geboren worden. Dieser war schockiert - er hatte selbst seine eigenen zwei Söhne umbringen lassen, weil er sie als Konkurrenten für seinen Thron betrachtete. Und nun soll in Bethlehem ein neuer König geboren worden sein? Heimtückisch weist er die Sterndeuter an, ihm auf der Rückkehr über Geburtstag und Ort dieses Kindes Auskunft zu geben. Doch sie wurden durch eine Vision von Gott gewarnt und wählten einen anderen Rückweg, nachdem sie dem Jesuskind ihre Gaben überreicht hatten.

Jene Sterndeuter fanden zu Gottes Sohn, weil sie nicht untätig zu Haus sitzen blieben, nachdem sie die Nachricht über Jesus erhalten hatten. Sie wurden aktiv und nahmen den beschwerlichen Weg auf sich, von dem sie nicht wussten, wie lange er dauern und wohin er sie führen würde.

Wie gehen wir damit um, wenn Gott uns eine Botschaft schenkt - durch die Bibel, durch Mitmenschen, durch Gebet oder durch Nachdenken? Bleiben wir ängstlich zurück, statt uns folgerichtig „auf den Weg" zu machen?

Das, was damals geschah, ist noch heute aktuell und zeigt uns: Jesus ist Gott und wurde zugleich Mensch, er kam mit einem Auftrag für uns in diese Welt. Er ist der verheißene Messias, sein Kommen wurde bereits lange vor seiner Geburt angekündigt. Im Alten Testament gibt es zahlreiche prophetische Hinweise auf ihn, die sich zuverlässig erfüllten.

Wenn wir Christen in der Adventszeit an jene „Geschichten" denken, dann sollten wir sie nicht nur im Rahmen einer feierlichen Stimmung mit Kerzenlicht und Weihnachtsliedern auf uns wirken lassen, sondern uns Zeit nehmen, dem Sohn Gottes neu zu begegnen. Zeigen wir auch unseren Mitmenschen gerade in der Weihnachtszeit diese günstige Gelegenheit!

Albrecht Höschele

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