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44/2006



Die Sorge um den Glauben

Lukas 8, 22-25

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Wo ist euer Glaube?“ Sie aber fürchteten sich und wunderten sich und sagten zueinander: „Wer ist dieser? Selbst dem Wind und dem Wasser gebietet er, und sie sind ihm gehorsam.“

Der Finger liegt genau auf der wunden Stelle. „Wo ist euer Glaube?“ fragt Jesus seine Jünger. Vor einer Stunde war er noch da. Jetzt ist er plötzlich weg.
Die unheimlichen Wellen haben ihn weggespült. Draußen im Sturm wurde er zerfetzt.

Das hat die Jünger erschreckt. Sie fürchteten sich. Jetzt machten ihnen nicht die Naturgewalten Angst, sondern ihr schwankendes Vertrauen zu Jesus. Es ging so lange gut, als sie Wunder über Wunder erlebten. Aber im Sturm wurde ihr Glaube gewogen und für zu leicht befunden. Darum fürchteten sie sich.
Aber wenn Jesus an diese wunde Stelle rührt, will er seine Jünger nicht nur beschämen. Er will stärken, befestigen. Ohne gewissen Glauben, der alle Ängste der Welt überwindet, ist man hoffnungslos verloren. Es muss zur Klärung kommen, was stärker ist, Glaube oder Unglaube.

„Wer ist dieser?“ fragten die Jünger. Sie meinten, sie hätten Jesus gekannt. Doch viel zu wenig wussten sie von ihm. Jetzt fingen sie an, über sein gebietendes Machtwort zu staunen, das stärker ist als alle Mächte der Welt.
Um unseren Glauben sorgt sich Jesus. Ihm ist es zu wenig, wenn wir uns vornehmen, treu zu sein. Wie wenn unsere Entschlüsse tragfest wären! Allein sein Wort ist wahr und gewiss. Ihm gehört alle Macht im Himmel und auf Erden. Wer ihm vertraut, ist nie betrogen. Allein er, der Sohn Gottes, und sein Wort kann Grund des Glaubens sein.

Er hat schwankenden Menschen die Versicherung gegeben: „Du wirst erfahren, dass ich der Herr bin, an welchem nicht zuschanden werden, die auf mich harren!“ (Jesaja 49, 23). Staunen oder verwundern ist da zu wenig. Jesus fordert Glauben, der seiner Macht vertraut. Mit seinem Sterben hat er sogar die Hölle besiegt.
Ob wir ihm glauben?

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