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31/2006



Von Grund auf neu

Lukas 3, 1-9

Alle Menschen werden den Heiland Gottes sehen!

Johannes der Täufer wollte kein Unheilsprophet, sondern ein Bote der Freude sein. Er war es auch. In der Mitte seiner Verkündigung stand das Kommen des Heilandes.
Warum wirkt er dennoch so finster? Rührt das von seiner dürftigen Kleidung her? Stoßen wir uns an der sonderbaren Wüstenspeise von Heuschrecken? Oder mutet uns seine Sprache fremd an, die an den heiligen Gott erinnert und Unrecht und zurückliegende Schuld ins Licht zieht?

Sein Wort hätte bestimmt anders geklungen, wenn er im ehrwürdigen Tempel in Jerusalem aufgetreten wäre. Vielleicht wäre ihm das als „Pfarrerskind“ möglich gewesen. Sein Vater tat ja dort als Priester Dienst. Und im Vorhof bei den Wechslern wäre schon noch Platz für ihn gewesen.

Aber Johannes wurde von Gott in die Wüste gesandt. In der Wüste hatte einst das Volk Israel zum ersten Mal Gottes Stimme vernommen. Dort machten sie herrliche Erfahrungen mit Gott, als sie kein Wasser mehr hatten, das Brot aufgebraucht war und Feinde hinter ihnen herjagten. Nirgendwo sahen sie einen Ausweg.
An diese Wüstenerinnerungen knüpfte Johannes an. Damals erbarmte sich Gott über dieses verzweifelte Volk und bestimmte es dazu, sein Eigentum zu sein. Damit begann eine wunderbare Führung und der Weg des Heils.

Nun kündigte Johannes noch mehr an: Jesus, der Heiland wird kommen! Jeden Augenblick kann es geschehen, dass er zu seinem verlassenen Volk tritt. Johannes hatte nur die Sorge, ob der Weg auch wirklich frei geräumt ist.

Jesus will zu uns. Darum steht er vor der Tür und klopft an. Die riesigen Steinblöcke und die sperrigen Balken müssen weggeräumt werden.

Johannes taufte Menschen. Das war ein Schritt der Demut, hinunter zusteigen in den Jordan, um sich den Schmutz der Sünde abwaschen zu lassen. Ohne völlige Reinigung hat man nicht teil an ihm, dem Heiland.

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