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21/2006

Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind.

Offenbarung 22,12

Seitdem Jesus bei der Himmelfahrt seine Nachfolger verlassen hat, warten sie auf seine Rückkehr. Es ist da­her nicht ohne Bedeutung, daß das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, zum Schluß auf die Wiederkunft Jesu zu sprechen kommt.

Die Erwartung der Jünger war so direkt, daß Paulus meinte, Jesus würde zur Zeit der Apostel wiederkom­men. Petrus bemerkte schon, daß es mit der Wieder­kunft Jesu wohl doch nicht so schnell gehen würde (2 Petr.3:9), denn er spricht von einer Verzögerung.

Nachfolger Jesu aber warten heute wie damals, daß Jesus bald wiederkehrt. Ist aber die Erwartungshaltung von einst noch nachvollziehbar - nach rund 2000 Jahren? Versuchen wir einmal, unsere Welt zu beurtei­len — in ökonomischer, ökologischer oder gesellschaftlicher Hinsicht.

Gab es denn je eine Generation, die mit solcher Berechtigung von der nahen Wiederkunft Jesu sprechen konnte wie wir? Müssen nicht vor der Wiederkehr Christi eine Menge Ereignisse geschehen, die in der Schrift vorausgesagt sind? Seien wir vorsich­tig!

Petrus macht deutlich, daß „Zeit" bei Gott eine an­dere Größe ist als bei uns (2.Petr.3:8). Die Ereignisse können ganz anders ablaufen, als wir es uns vorstellen. Wir brauchen nur an die jüngste deutsche Geschichte zu denken. Wenn einer Anfang 1989 zu jemandem ge­sagt hätte, daß die DDR bis zum Jahresende zusammenbrechen würde, hätte ihm niemand das abgenom­men. Und doch kam es so! Warum sollte Gott nicht die Weltgeschichte viel schneller vonstatten gehen las­sen, als wir annehmen?

Jesus kann wirklich bald wiederkommen. Bereiten wir uns darauf vor!

(Günter Fraatz)

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