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17/2006

Kein Glücksspiel
Johannes 7, 10-17
Jesus sprach: „Wenn jemand Gottes Willen tun will, wird ihm klar werden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede.“

In den Spielkasinos wird Roulette gespielt. Die Einsätze liegen auf den Feldern. Die Kugel rollt. Es herrscht atemlose Stille. Wer gewinnt?

In einem Lied wird das Leben mit solch einem Glücksspiel verglichen. Es heißt dort: „Das Leben ist ein Spiel. Und wer es recht zu spielen weiß, kommt endlich an das Ziel.“ Wie man das so leichthin singen kann? Es geht doch um Tod und Leben. Da muss man genau wissen, wie man gewinnt und wie man verliert.

Für die Leute auf dem Tempelplatz von Jerusalem war es nur ein harmloses Gerede, was sie von Jesus dachten. Die Meinungen schwirrten durcheinander. Wer sollte Recht haben?

Da trat Jesus plötzlich in diese hin und her diskutierende Menge. Er sprach von dem einen Weg, auf dem man gewiss wird. Er verwies auf den heiligen Willen Gottes, den man tun muss. Solange man mit einer guten Tat täglich - oder vielleicht auch zwei - sich abfindet, bleibt alles unverbindlich.

Nur wer sich ganz Gott und seinem klar ausgesprochenen Recht ausliefert, spricht anders über Jesus. Er erkennt, wie tief er in die Sünde hineingebunden ist. Er entdeckt den schwachen und kranken Willen. Dann ist Sünde kein veraltetes Wort mehr, sondern ein vernichtender Tatbestand. Man kann dann nicht mehr unbeteiligt über Gnade reden, sondern wird nach der Begnadigung Gottes schreien.

Wer sucht, muss mit seinem ganzen Leben suchen. Das ist dann kein billiges Glücksspiel mehr, ob nicht auch andere Religionen etwas Richtiges haben. Wer sucht, muss genau wissen: Was rettet mich?

Wenn Jesus uns hier den ganzen Willen Gottes verbindlich macht, ruft er uns gleichzeitig zu, dass er der Retter der Gescheiterten ist. Es gibt völlige Klarheit und Gewissheit, wenn man über Jesus im Angesicht der anklagenden Schuld unseres Lebens spricht. Dann wird er uns immer größer.


Wie lang hab ich mühvoll gerungen,
geseufzt unter Sünde und Schmerz!
Doch als ich mich ihm überlassen,
da strömte sein Fried in mein Herz.
Sein Kreuz bedeckt meine Schuld,
sein Blut macht hell mich und rein;
mein Wille gehört meinem Gott,
ich traue auf Jesus allein.

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