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14/2006

So spricht der Herr, dein Erlöser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft...
(Jesaja 48,17)

Dieser Bibeltext ist in meiner Bibel dick angestrichen.

Gott offenbart uns darin den tiefsten Beweggrund seines Handelns: Er, unser Schöpfer, möchte uns hel­fen! Mehr noch: Er will, "dass allen Menschen gehol­fen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kom­men" (l Tim 2,4). Gottes Wort sagt uns, dass Christus selbst die Wahrheit ist. An ihm wird sichtbar, wie sehr Gott uns Menschen liebt. Die Hingabe seines Sohnes Ist die wirksamste Hilfe, die er uns bieten konnte. Wo sonst könnten wir Vergebung unserer Schuld finden? Wo sonst würden uns die Augen geöffnet über den lezten Sinn unseres Lebens?

Gott hilft uns nicht nur im Blick auf die zentralen Fragen unseres Lebens, sondern auch in unserem Alltag, und zwar dadurch, dass er uns seinen Willen of­fenbart. In Jesaja 48,18 spricht Gott zu uns wie ein trauriger Vater: "O dass du auf meine Gebote gemerkt hättest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom." Ja, Gott will uns auch durch seine Gebote helfen. Er zwingt sie uns nicht auf, aber er wirbt um unsere Einsicht, und es tut ihm weh, wenn wir seine Ratschlage nicht befolgen, sondern eigene Wege gehen die sich oft genug als Sackgassen erweisen.

Gott hat uns nicht darüber im Unklaren gelassen, wie wir zu dem Frieden finden, von dem der Jesajatext spricht. In der Bergpredigt sagt Jesus: "Selig sind da Friedenstifter, denn sie sollen Gottes Kinder heißen." Gott möchte, dass wir selbst zum Frieden beitragen. Er weiß, in welcher Umgebung wir uns wohl fühlen. Deshalb rät er uns: Redet liebevoll miteinander; seid geduldig und vergebungsbereit; verurteilt euch nicht gegenseitig; mäßigt euren Zorn; seid bereit, auch zu verzichten, und ertragt lieber einmal Ungerechtigkeit.

All das sagt er uns in Form gut gemeinter Gebote, und niemals ist es seine Absicht, uns mit diesen Geboten zu belasten. Er hat immer nur das eine Ziel: Er möchte uns helfen, unser Leben zu meistern und in seinem Sohn Befreiung und Rettung zu finden.
(Harald Weigt)

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