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10/2014

Weil du in meinen Augen so kostbar bist und wertvoll und weil ich dich liebe, opfere ich Länder an deiner Stelle und Völker für dein Leben.

Jesaja 43,4 (Neues Leben Bibel)

Vor drei Jahren haben sich die Adventisten weltweit während des Bibelgesprächs im ersten Teil des Gottesdienstes mit dem Thema „Menschen aus der zweiten und dritten Reihe“ befasst. Biblische Persönlichkeiten aus der „ersten Reihe“ wären beispielsweise Abraham, Daniel und David. Sie stehen „im Rampenlicht“. Über sie wird häufig geschrieben und gepredigt. Zu den biblischen Personen aus der zweiten Reihe könnte man Kaleb, Hanna oder Jonatan zählen, Sie kommen meist zu kurz und sind deshalb weniger bekannt. Auch sie durften Erfahrungen mit Gott machen, die ihr Leben und das Leben anderer Menschen durch sie prägten.

Vermutlich gehören die meisten von uns nicht einmal in diese zweite Kategorie, weil uns keine „Hauptrolle“ im Leben zugefallen ist, sondern wir stehen eher in der dritten Reihe. Der eine steht in einer Familie mehr im Hintergrund, weil seine Geschwister begabter oder attraktiver sind. Der andere ist vielleicht in der Schule in der dritten oder gar hintersten Reihe, weil andere Schüler mehr wissen, wortgewandter sind und bessere Zeugnisse bekommen. Wieder andere sind es vielleicht auf der Arbeitsstelle: Obwohl sie viel länger im Betrieb sind, wurden Kollegen zuerst befördert und verdienen nun mehr als sie. In der zweiten und dritten Reihe zu leben ist zuweilen nicht leicht, aber manchmal leichter als in der ersten Reihe.

Bei Gott gibt es allerdings keine Menschen der zweiten oder dritten Reihe. Er liebt uns alle gleich. Jesus Christus ist für alle Menschen gleichermaßen gestorben. Wir alle haben für ihn einen hohen Wert, wie es das Bibelwort unserer heutigen Andacht sagt.

Paulus schrieb: „Nun gibt es nicht mehr Juden oder Nichtjuden, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen. Denn ihr seid alle gleich - ihr seid eins in Jesus Christus. Und weil ihr nun zu Christus gehört, seid ihr die wahren Nachkommen Abrahams. Ihr seid seine Erben, und alle Zusagen Gottes an ihn gelten euch.“ (Gal 3,28-29 NLB)

Kein erlöstes Gotteskind braucht irgendwelche Minderwertigkeitsgefühle zu haben! Für diese wahre „klassenlose Gesellschaft“ dürfen wir alle Gott sehr dankbar sein!

Reinhold Paul


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