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53/2013

Alle, die sich zu Jesus Christus bekennen, müssen lernen, überall da zu helfen, wo es nötig ist. Denn sonst bleibt ihr Glaube fruchtlos.

Titus 3,14 (Hoffnung für alle)

Wer möchte schon sein Leben vertun? Wir wollen es doch ganz auskosten und alles nutzen, was sich bietet. Und es bietet sich so viel. Da können wir gar nicht alles ausprobieren.

In unserem Andachtswort geht es jedoch nicht um unser Vergnügen, sondern um das Wohl der Anderen. Jesus nutzte alle Möglichkeiten, um Menschen zu heilen, zu ermutigen und vor allem um auf Gottes Erlösung hinzuweisen. Er ist nicht müde geworden, seinen Mitmenschen zu dienen. Damit hat er das Wesen Gottes vorgelebt, der sich ständig um das ganze Universum kümmert. Der Schöpfer gibt uns Menschen nicht nur das Leben, sondern stattet uns auch mit Kraft, Weisheit und Fähigkeiten für alle Aufgaben aus. Er lässt genügend wachsen, sodass alle Geschöpfe versorgt wären, würde dieser Reichtum gleichmäßig verteilt. Wenn die Menschheit dieses Potenzial nutzen würde, gäbe es weniger Not auf dieser Erde.

Wer Jesus nachfolgt, wird versuchen, dieses Prinzip der Fürsorge und Unterstützung ebenfalls zu praktizieren. Das ist nicht so einfach, weil jeder seine Aufgaben hat. Wir müssen sehen, dass wir unser eigenes Arbeitspensum schaffen. Da kommt es leicht vor, dass wir die Nöte unserer Mitmenschen übersehen.

Doch dagegen kann man etwas tun: Wir können „lernen, überall da zu helfen, wo es nötig ist“, meint Paulus. So wie wir Lesen und Schreiben gelernt haben, können wir auch üben zu helfen - bis es dann schließlich selbstverständlich wird. Das Gute dabei ist, dass wir nicht nur das Vorbild unseres Herrn haben, sondern auch mit der Kraft und Leitung des Heiligen Geistes rechnen können. Er will uns zeigen, was im Moment dran ist. Wenn Gott etwas getan haben möchte, dann gibt er auch Gelegenheiten und Kraft dazu.

Manchmal ist tatkräftiges Zupacken gefragt. Ein andermal ist es besser, sich einen Moment hinzusetzen und zuzuhören. Es kann auch nötig sein, mit zielgerichteten Fragen auf Irrwege oder falsche Ansprüche aufmerksam zu machen.

Nicht immer werden wir um Hilfe gerufen und selten geschieht etwas Spektakuläres. Wichtig ist die richtige innere Einstellung. Gott möge uns die Augen und Herzen für das öffnen, was gerade dran ist.

Adreas Schmidkte


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