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48/2013

Jesus antwortete: „Ich bin der Weg, denn ich bin die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zum Vater gibt es nicht.“

Johannes 14,6 (Gute Nachricht Bibel)

Ein amerikanischer Theologe erkundigte sich bei dem Leiter einer großen Buchhandlung, welche Bücher am meisten gefragt waren. Die Antwort überraschte ihn nicht: Bücher, die Auskunft geben, wie man reich wird. Und an zweiter Stelle? Bücher über den Buddhismus.
Der Theologe fragt sich: Warum gerade Bücher über den Buddhismus und nicht christliche Literatur? Er hat eine Vermutung: Der Buddhismus stellt sich als Lebensstil dar (way of life), das Christentum dagegen wird meist als ein Glaubenssystem angesehen, das wenig mit dem Alltag zu tun hat.

Wir müssen uns fragen: Sind wir Christen schuld an dieser falschen Einschätzung? Unser Glaube ist doch viel mehr als in jeder anderen Religion ein „Weg des Lebens“ (Spr 6,23), der unser Denken und Tun im Alltag prägt. Besonders das Neue Testament zeigt das eindeutig. Jesus begann seine Verkündigung mit dem Aufruf: „Ändert euer Leben!“ (Mt 4,17 GNB) Die Wahrheit, die Gott in seinem Wort offenbart, soll nicht in unserem Kopf steckenbleiben, sondern unser Herz füllen, den Verstand erleuchten und unser Leben verändern.

Die eigentliche Begegnung mit Gott findet nicht in unserem Denken statt, sondern zielt auf das Handeln und Verhalten im Alltag. Nicht unser Wissen über Gott macht uns zu Christen. Jesus erklärt am Ende seiner Bergpredigt: „Wer diese meine Worte hört und sich nach ihnen richtet, wird am Ende dastehen wie ein kluger Mann, der sein Haus auf felsigen Grund baute.“ (Mt 7,24 GNB). Das heißt: Dessen Glauben hat auch in allen Widerwärtigkeiten des Lebens Bestand.

Wenn es um den Lebensstil geht, also um die Praxis im Alltag, dann ist – jedenfalls nach den Weisungen Gottes in seinem Wort – die christliche Botschaft keineswegs nur ein theoretisches Glaubenssystem, sondern echte Anweisung und Hilfe zum Leben.

Im Buddhismus, der ja ein Weg der Selbsterlösung ist (er kennt keinen Erlöser), endet der Mensch nach unzähligen Reinkarnationen (Seelenwanderung) im Nirwana, im Nichts. Christus dagegen hat seinen Nachfolgern versprochen: „Ihnen gebe ich das ewige Leben.“ (Joh 10,28 Hfa) Da dürfte es eigentlich keinem Menschen schwerfallen, beim Vergleich des Buddhismus mit der christlichen Botschaft die richtige Wahl zu treffen.

Joachim Hildebrandt


© Advent-Verlag Lüneburg

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