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36+37/2013

Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können. Sie haben also keine Entschuldigung.

Römer 1,20 (Hoffnung für alle)

Es gibt in der Natur Phänomene, die mich immer wieder ins Staunen bringen. Vor einiger Zeit las ich eine Abhandlung über das in Australien lebende Großfußhuhn. Man nennt es auch Brutkastenvogel, weil es seine Eier in einem selbstgebauten „Brutkasten“ mit Hilfe der Verwesungswärme zusammengescharrter Blätter und Gräser ausbrütet.

Man hat herausgefunden, dass in diesem Hügel stets eine Temperatur von 33 Grad aufrechterhalten bleiben muss. Das bedeutet für den Vogel, dass er sich ein halbes Jahr lang ziemlich anstrengen muss: Die Umweltbedingungen ändern sich ja bei Tag und Nacht, Hitze oder Kühle. Je nach Temperatur unter den Blättern und Gräsern muss der Vogel also Lüftungsschächte graben oder verschließen, die Sandschicht ab- oder auftragen. Ein australischer Zoologe wollte Einzelheiten herausfinden und baute dafür drei elektrische Miniheizkörper in einen Bruthügel ein und schaltete sie dann nach Belieben ein oder aus. Der Vogel reagierte jedes Mal richtig, um die 33 Grad in der „Eikammer“ aufrechtzuerhalten. Alle paar Minuten steckte er den Schnabel in den Hügel, zog ihn mit etwas Sand gefüllt zurück und ließ diese Bodenprobe langsam zu beiden Seiten herausrieseln. Dabei testete er offenbar die Temperatur mit einem unsichtbaren „Thermometer“ in der Zunge oder im Gaumen. Mit größtem Feingefühl erspürte er auf das Grad genau die Temperatur im Inneren des Hügels und handelte stets richtig.

Wenn ich von diesen Beobachtungen lese, entstehen in meinem Kopf Fragen und Überlegungen: Wie kommt das Großfußhuhn zu diesen Fähigkeiten? Kann sich so etwas von selbst entwickeln? Warum hat es sich keine leichtere Methode zum Ausbrüten der Eier gewählt? Viele Vögel setzen sich einfach darauf.

Je mehr ich über solche Phänomene der Natur nachdenke, desto leichter fällt es mir, dem biblischen Wort zu vertrauen, an den Schöpfer zu glauben und ihn zu achten, zu verehren und anzubeten.

Günther Machel

© Advent-Verlag Lüneburg

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