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03/2012

Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.

Epheser 4,32

Hoffnung, Wünsche, Skepsis und Offenheit bewegen uns am Anfang eines neuen Jahres. Viele sehnen sich danach, ein entspanntes Leben führen zu können. Sie denken darüber nach, wie sie den Alltagsdruck mit den vielen Aufgaben und Terminen bewältigen sollen. Auch Fragen bewegen uns im Blick auf das vor uns liegende Jahr: Wie werden unsere zwischenmenschlichen Beziehungen gelingen? Wie können wir im eigenen Heim Geborgenheit erleben?

Paulus ging in seinem Brief an die Gemeinde in Ephesus auf diese Themen ein. Und er stellte das in den Mittelpunkt, wonach sich wohl jeder Mensch sehnt: miteinander freundlich und herzlich umzugehen und Vergebungsbereitschaft zu praktizieren.

Freundlich und herzlich kann man nur dann sein, wenn die Freundlichkeit und Herzlichkeit von Herzen kommen. Im Wort freundlich spüren wir die starke Bedeutung des Wortes Freund. Freund zu sein und Freunde zu haben gehört zu dem, was uns am glücklichsten macht auf der Welt. Zu fühlen und zu wissen: Ich werde verstanden, ich werde ernst genommen, andere interessieren sich für mich - und nichts davon ist gespielt, sondern alles ist aufrichtig gemeint. Das tut richtig gut!
Paulus sagt: So ist Gott! Christus kam auf die Erde, um uns mit ihm zu versöhnen und auch um Versöhnung praktisch vorzuleben. In Christus hat uns Gott alle Schuld und Sünde vergeben! Jedes Mal, wenn ich diese Tatsache auf mich wirken lasse, fühle ich mich von Gottes Liebe und Gnade überwältigt. Er setzt alles daran, dass ich lebens- und beziehungsfähig werde oder es bleibe. Ich brauche nur das anzunehmen, womit Gott mich in Christus beschenkt.

Manchmal brauchen wir Menschen, die uns begleiten und uns das sagen, damit wir die Beweise der Liebe und Freundlichkeit Gottes sehen, spüren und begreifen können. Diesen Beweisen gilt es zu vertrauen (siehe 1 Joh 4,16).
Wie wäre es damit, das Anliegen des Paulus zum eigenen Gebetsanliegen am Anfang des Jahres zu machen? Wir können Gott konkret bitten: Herr, erfülle mich mit deiner Freundlichkeit, Herzlichkeit und Vergebungsbereitschaft, damit auch ich von Herzen anderen vergeben, und ihnen gegenüber freundlich und herzlich sein kann!

Hans-Joachim Scheithauer

© Advent-Verlag Lüneburg

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