You are here: Andacht der Woche
Return to: Home
General:

52/2010

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter und man nennt seinen Namen: wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens.

Jesaja 9,5 (Elberfelder Bibel)

52 Prozent der Bundesbürger wollen einer Umfrage zufolge zu Weihnachten in eine Kirche gehen. Offensichtlich übt dieses Fest auch in einer zunehmend säkularen Welt noch seine Faszination aus. Und wer klassische Musik liebt, mag sich beim Hören von Händeis „Messias“ auch durch die zitierten Worte des Propheten Jesaja, die darin gesungen werden, begeistern lassen.



Warum feiern die Menschen traditionell oder aus Überzeugung die Geburt dieses Kindes? Bewegt sie noch, was vor gut 2000 Jahren in Palästina geschah?
Auf jeden Fall ist es gut, dass die Menschwerdung des Gottessohnes durch das Weihnachtsfest nicht ganz in Vergessenheit gerät. Er kam in Gestalt eines Kindes, fand aber mit seinen Eltern keinen Platz in einer Herberge, nur in einem Stall. Die Hirten auf dem Feld hörten durch einen Engel und die himmlischen Heerscharen die „Geburtsanzeige“: „Siehe, ich verkündige euch große Freude ... denn euch ist heute der Heiland geboren ... Christus, der Herr.“ (Lk 2,7-14)

Die Ankündigung Jesajas hört sich wie eine frühere Königsproklamation an: „... und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter“. Jesus ist der Sohn Gottes, der Herr des Kosmos und der Geschichte. Sein „Name“ enthält die Wesensmerkmale Gottes.

Wunderbarer Ratgeber: Alle Ratlosigkeit und Verzweiflung finden bei ihm ein Ende. Jesus wies uns den Weg zu Gott und zum ewigen Leben. Er selbst ist dieser Weg (Joh 14,6).
Starker Gott: Jesus ist selbst Gott und der Schöpfer (siehe Joh 1,1-3.14), der große Arzt und Erlöser, der uns von Schuld, Sünde und Tod befreit hat.

Vater der Ewigkeit: Er steht über der Zeit, existiert von Ewigkeit zu Ewigkeit, doch mit väterlicher Geduld versorgt, leitet, und erzieht uns der Sohn Gottes.

Fürst des Friedens: Er schenkt all denen, die ihm vertrauen und folgen, wahren Frieden - den Frieden mit Gott. Er hat einen langen Atem als Friedensstifter und wird ein ewiges Reich des Friedens aufrichten.

Auf diesen Gott und Erlöser können wir uns verlassen. Dies dürfen wir auch unseren Mitmenschen weitersagen. Wenn sie sich auf den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes besinnen, bekommt die frohe Botschaft trotz allen Rummels eine neue Chance.

Albrecht Höschele

© Advent-Verlag Lüneburg

Go to: Andachten 2010 51/2010