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44/2010

Und ob ich schon wanderte im fnsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Psalm 23,4

Marlene Dietrich war wohl eine der ersten, die sich Mitte der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts ihre Beine versichern ließ – für die damals schier unglaubliche Summe von 1,8 Millionen US-Dollar. Mittlerweile ist es nahezu üblich geworden, dass Stars ihre wichtigsten Körperteile mit hohen Erstattungssummen absichern. Der Sänger Bruce Springsteen ließ seine Stimmbänder mit 3,5 Millionen Dollar versichern, der Fußballer David Beckham seine Beine für 130 Millionen Euro. Wir können bei diesen Summen nur ungläubig den Kopf schütteln, oder?

Bei der Versicherung der Beine des deutschen Topmodels Heidi Klum war die Sache etwas komplizierter. Für ihr rechtes Bein beträgt die Versicherungssumme 1,2 Millionen, das linke ist dagegen nur eine Million Dollar wert. Der Grund: Als Kind hatte sie sich am linken Bein eine Wunde zugefügt, die eine kleine Narbe hinterlassen hat. Wieder können wir nur ungläubig den Kopf schütteln.

Wir müssen natürlich zugestehen, dass ein Fußballer bei einer schweren Verletzung arbeitslos werden kann und wahrscheinlich keine berufiche Ausbildung vorweisen kann. Die weitere Zukunft ist dann ungewiss. Versicherungen sollen für den Fall Vorsorgen und absichern. Das ist vernünftig.

Geben sie aber echte Sicherheit? Welche Sicherheit vermittelt zum Beispiel eine Lebensversicherung? Lebe ich dadurch sicherer oder länger? Sie ist gar keine Versicherung des Lebens, sondern lediglich eine Kapitalanlage für das Alter und im Falle des vorzeitigen Todes eine Hilfe für die Hinterbliebenen. Das ist dann durchaus eine echte Hilfe – aber sie kann weder das Leben verlängern noch schützen. Sie kann uns auch nicht die Angst vor Unfällen oder Krankheiten nehmen.

David zeigt in seinem anfangs zitierten, bekannten 23. Psalm eine ganz innige Verbundenheit mit Gott. Er wusste, dass er selbst in den dunkelsten Momenten des Lebens nicht allein war. „Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir.“ (Ps 23,4 EB)

Der Glaube bewahrt uns nicht automatisch vor allen dunklen Tälern, aber er hilft uns, darin nicht zu verzweifeln. Wir haben die Gewissheit: Der Herr ist bei uns! Keine Versicherung kann es mit ihm aufnehmen. Bei Gott haben wir die beste Rundumversicherung der Welt.

Günther Machel



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