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42/2010

Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele, der auch hineinreicht bis in das Innere hinter dem Vorhang.

Hebräer 6,19 (Elberfelder Bibel)

Kann es auf dem offenen Meer für ein Schiff einen Halt oder einen Ruhepunkt geben? Ja, allein der Anker bietet diese Möglichkeit. Durch ihn kann man ein Schiff an einer bestimmten Stelle festlegen, um es vor dem Abtreiben oder Zerschellen an einem Felsenriff zu bewahren sofern der Anker im tiefen Grund des Meeresbodens einen sicheren Halt finden kann.

Wenn wir unsere Lebensfahrt mit der eines Schiffes vergleichen, dann geht es durch ruhige Gewässer mit schönem Wetter und Sonnenschein, aber auch durch, Gewitter und Stürme. Gerade in diesen Zeiten haben wir Menschen oft das große Bedürfnis nach einem festen Halt, einem „Anker“ für unser Lebensschiff. Worauf können wir denn unsere Hoffnung setzen, wenn wir Enttäuschungen erleben oder sogar auf Grund zu laufen drohen?

Unser Andachtstext aus dem Hebräerbrief spricht von einem zuverlässigen und sicheren Anker, der nicht in dieser Welt, sondern im himmlischen Heiligtum seinen Grund gefunden hat. Dort versieht Jesus seit seiner Himmelfahrt für uns Menschen seinen Dienst als unser Hoherpriester (Hbr 8,1.2). Dort bringt er die Verdienste seines Lebens (seine „Gerechtigkeit“ und seines stellvertretenden Todes (sein „Blut“) für alle zur Anwendung, die sich auf ihn als Erlöser verlassen.

Unser Glaube dringt über Zeit und Raum hinaus bis ins himmlische Heiligtum. „Darum wollen wir mit Zuversicht vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir, wenn wir Hilfe brauchen, stets Liebe und Erbarmen finden.“ (Hbr 4,16 GNB)

Diese Aufforderung und Verheißung sollten wir fest im Gedächtnis behalten und nie vergessen. Auch wenn unser Lebensschiff immer wieder mal in Seenot gerät oder wir kein Land mehr sehen – die auf die biblischen Verheißungen gegründete Hoffnung ist und bleibt unser fester Anker, auf den wir uns immer verlassen können, denn sie verbindet uns mit Christus. Er ist unser Lebensgrund und unser Erretter.

Heiner Lachmann



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