You are here: Andacht der Woche
Return to: Home
General:

28/2010

Hört niemals auf zu beten. Dankt Gott für alles. Denn das erwartet Gott von euch, weil ihr zu Jesus Christus gehört.

1. Thessalonicher 5,17.18 (Hoffnung für alle)

Jeder echte Christ ist überzeugt, dass Beten wichtig ist. Doch wie sollen wir uns verhalten, wenn wir nicht in der rechten Gebetsstimmung sind? Charles H. Spurgeon, der große Londoner Erweckungsprediger im 19. Jahrhundert, meinte: „Wir sollten beten, wenn wir in einer Gebetsstimmung sind, denn es wäre eine Sünde, eine so gute Gelegenheit zu versäumen. Wir sollten auch beten, wenn wir nicht in der rechten Stimmung sind, denn es wäre gefährlich, in einem so ungesunden Zustand zu verharren.“

Es ist wichtig und hilfreich, das Gebet nicht von Gefühlen, Stimmungen und äußeren Anlässen abhängig zu machen. Wir dürfen vor Gott ganz ehrlich sein und ihm sagen, wie uns gerade zumute ist. Wir können sagen: „Gott, ich verspüre heute keine Neigung zum Gebet. Zeige mir bitte, was die Ursache dafür ist. Schenke mir den verheißenen Geist des Gebets. Ich danke dir. Amen“. Wichtig ist, dass wir die Kommunikation mit Gott nicht unterbrechen und nicht sprachlos vor ihm werden, sondern unser Herz vor ihm ausschütten, ganz gleich, wie wir uns gerade fühlen.

Das Gebet kann ein einfaches und offenes Gespräch sein, als wenn jemand mit seinem Freund oder seiner Freundin redet. Wer das tägliche Leben in sein Gespräches mit Gott einbezieht, hat viele konkrete Anliegen, die er vor Gott bringen möchte.

Wer beten möchte, sollte sich nicht an Formalitäten halten. Es kommt dabei nicht auf äußere Formen, sondern auf unsere Gesinnung an. Wir können im Auto vor einer roten Ampel beten, im Wartezimmer des Arztes, in der Küche beim Kochen, während wir auf einen Zug oder Bus warten, beim Spazierengehen und bei vielen anderen Gelegenheiten. Wir dürfen im Liegen oder Stehen, im Sitzen oder Gehen beten.

Gott ist immer für uns erreichbar. Er lädt uns ein: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.“ (Ps 50,15) „Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt.“ (Jer 33,3) Diese Einladungen ermutigen mich, heute in ständiger Verbindung mit meinem Schöpfer und Erlöser zu leben.

Helmut Mayer

© Advent-Verlag Lüneburg

Go to: 20/2010