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12/2009

Und weil der Ungehorsam gegen Gottes Gesetz Überhand nimmt, wird die Liebe bei den meisten von euch erkalten. Matthäus 24,12

(Gute Nachricht Bibel)

Menschliches Leben scheint in unserer Gesellschaft keinen hohen Wert mehr zu haben. Für Atheisten und Evolutionisten ist der Mensch ja nur ein hoch entwickeltes Tier, und Tiere töten wir bekanntlich. Warum also nicht den Menschen?

Eine überzeugte Atheistin antwortete auf diese Frage: „Das kommt daher, weil der Mensch ein denkendes Wesen ist.“ – „Und wie sieht es mit geistig Behinderten aus, dürfen sie getötet werden?“ – „Nein“, meinte die Frau, „Liebe ist das Motiv, weshalb wir einen Menschen nicht töten.“ – „Doch was ist, wenn wir diesen Menschen gar nicht lieben, ist dann das Töten erlaubt? Was ist überhaupt Liebe, wenn es keinen Gott gibt und damit nicht den Ursprung der Liebe? Naturwissenschaftlich gesehen ist Liebe doch nur eine chemische Eiweißreaktion. Warum also sollen wir nicht töten?“ Die Frau schwieg. Sie wusste keine Antwort. Wie so viele Menschen hatte sie noch nie ihre Lebensphilosophie bis in die letzte Konsequenz durchdacht.

Diese kritischen Fragen zeigen, dass der Mensch, der die Autorität Gott verwirft, über dem moralischen Abgrund hängt. Das ist nicht jedem bewusst, aber wer die Augen aufmacht, erkennt die Bodenlosigkeit unter sich. Noch klammert sich die Gesellschaft an einige brüchige Werte und Vorschriften – vielleicht weil sie Angst vor dem endgültigen Absturz hat. Doch wenn sie auch diese letzten Werte außer Acht lässt, wird nichts mehr sie halten können.

Darum wird es Zeit, dass die Menschen unserer Gesellschaft aufwachen und sich bewusst werden, wo sie sich befinden. Immer noch betrachten viele die Christen als „weltfremde Spinner“. Gerade diese „Spinner“ sind aber der Zement, der unsere Gesellschaft moralisch zusammenhält.

Ohne Menschen, die sich Gott unterordnen, seine Gebote bejahen und sich von seinem Geist führen lassen, wäre diese Gesellschaft längst eine Ruine. Hier liegt unser Auftrag für diese Welt!
Siegfried Wittwer

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