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50/2008

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute
der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.
Lukas 2,10.11

Alle Jahre gibt es ihn wieder, den Adventskalender. Er will mit 24 Überraschungen die Zeit bis zur großen Bescherung am Heiligen Abend verkürzen. Ursprünglich sollte er türchenweise an die Geburt Jesu heranführen, der das Geschenk Gottes für die Menschheit ist.

Doch heute haben neben den Schokoladen-Fabrikanten auch die Marketing-Abteilungen von Unternehmen und Vereinen den Adventskalender entdeckt. Sie verstecken zum Beispiel Bilder von Luxusautos und Fußball-Stars hinter den Türchen.

Nicht nur für Kinder und Erwachsene sind Adventskalender im Angebot, auch für Hunde und Katzen gibt es sie inzwischen. Der Inhaber eines Verlages für Adventskalender meinte: „Viele wissen zwar nicht mehr, warum Weihnachten gefeiert wird. Aber die Bräuche sind nach wie vor geblieben." Dass zu Weihnachten Geschenke ausgetauscht werden, daran erinnern uns spätestens im November die Werbung und etwas früher die Schokoladen-Weihnachtsmänner, die in den Supermärkten auftauchen. Ohne den Umsatz während des Weihnachtsgeschäfts wäre es schlecht um viele Einzelhändler bestellt. Doch durch die vielen Einkäufe und Geschenke tritt das große Geschenk Gottes an die Menschheit in den Hintergrund oder gar in Vergessenheit.

„Lasst uns Gott danken für sein unsagbar großes Geschenk!", fordert uns der Apostel Paulus auf (2 Kor 9,15 GNB). Gemeint ist die Geburt Christi, an die der Adventskalender, der Adventskranz und die vier Adventssonntage erinnern sollen. Allerdings blieb Jesus nicht das „Christkind" in der Krippe, sondern wuchs heran und starb stellvertretend für die Schuld der Menschen am Kreuz. Doch er stand von den Toten auf und bei seiner Himmelfahrt waren wieder Engel da, die zu den Jüngern sagten: „Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen wurde, wird auf dieselbe Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt weggehen sehen!" (Apg 1,11 GNB)

Manchmal beklagen Christen, dass ihre Mitmenschen zwar Weihnachtsbräuche pflegen, aber die eigentliche Bedeutung dieser Bräuche nicht kennen. Doch alles Klagen und Bedauern ändert nichts an diesem Zustand. Besser wäre es, ihnen zu erzählen, warum Jesus der „Welt Heiland" (Joh 4,42) ist.

Holger Teubert

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