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46/2008

Warum will denn dies Volk zu Jerusalem irregehen für und für? Sie halten so fest am falschen Gottesdienst, dass sie nicht umkehren wollen.
Jeremia 8,5

Jeremia, ein Prophet Gottes in alttestamentlicher Zeit, legt in großer Sorge seinen Finger auf eine wunde Stelle. Sein Volk hat schwere Schuld auf sich geladen. Schon lange hält es unbelehrbar am falschen Gottesdienst fest. Dieser falsche und darum gefährliche Gottesdienst wurde nicht etwa irgendwo von ein paar unbedeutenden Leuten gehalten, die es nicht besser wussten, sondern in Jerusalem, dem religiösen Zentrum Israels.

Vielleicht fragen wir: Was war denn damals falsch am Gottesdienst? Kann uns so etwas auch passieren?

Falschen Gottesdienst hat es immer gegeben. Auch Jesus musste seine Zeitgenossen mit ernsten Worten darauf aufmerksam machen. „Ihr Heuchler, wie fein hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen: ,Dies Volk ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir; vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind:" (Mt 15,7-9)

Mögen Gottesdienste noch so feierlich und beeindruckend sein, in den Augen Gottes sind sie dann vergeblich, wenn seine Gebote verändert gelehrt werden. Darum ruft Gottes Engel uns mahnend zu, wir sollen alles daran setzen, dass wir „halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus" (Offb 14,12).

Unser Herr will uns helfen, ihn nicht nur mit Worten zu ehren, sondern auch mit Herz und Tat. Denn „wenn jemand meint, er diene Gott und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig" (Jak 1,26).

Heinz Starke

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