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36/2008

Aus dem Andachtsbuch: Wer Jesus hat, hat das Leben von Winrich Scheffbuch

Jesus sagte zu dem Vater: „Geh hin, dein Sohn lebt!“ Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin.

Johannes 4,43-54


Das Aufregendste für uns liegt darin, dass ein todkrankes Kind durch Jesus gesund wird.
Aber die Evangelisten wollen das viel Wichtigere zeigen: den Glauben. Er ist es, der die Welt überwindet. Er wird auch mit der schwersten Krankheit fertig. Und ohne Glauben können wir vor Gott nicht bestehen.

Die Berichte von Jesus, die dieser Beamte im Dienst des Königs Herodes hörte, weckten in ihm ein großes Vertrauen zum Heiland. Von seinem Wohnort in Kapernaum musste er etwa 30 Kilometer gehen, um Jesus in Kana zu treffen. Wie drückte ihn die große Not seines Sohnes! Er musste bei Jesus Hilfe holen. Niemand konnte ihm sonst noch helfen.
„Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt!“ Ganz unkompliziert sagt er Jesus seine Not. Das ist die erste Lebensäußerung seines Glaubens.

Aber Jesus schlägt ihm diese Bitte ab. Ausdrücklich lehnt er ein eindrucksvolles Schauwunder ab. Er will nicht mit dem Mann nach Kapernaum gehen. Man könnte sich darüber ärgern, wenn man nicht wüsste, dass Jesus den schwach glimmenden Glauben zu einem großen Feuer entfachen will.

Was so armselig aussieht, ist im Grund das Größte. Jesus gibt dem verzweifelten Vater eine göttliche Verheißung: „Geh hin, dein Sohn lebt!“ Nicht an sichtbare Beweise soll sich der Glaube halten. Seine Zusagen sind allein der feste Grund, auf dem der Glaube gewiss wird.

War der Vater nicht bitter enttäuscht? Nein! In großer Ruhe wanderte er heim. Aus dem Bericht geht hervor, dass er sogar noch irgendwo übernachtet haben muss, ohne ungeduldig zu werden. Erst am Nachmittag des nächsten Tages erhält er von seinen Knechten die wunderbare Nachricht, dass es seinem Kind wieder besser geht.
Wer Gottes Zusagen kennt und ihnen glaubt, kann guter Dinge in die Zukunft blicken. Er weiß gewiss, dass kein Wort Gottes ihn je täuschen kann.

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