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34/2008

Aus dem Andachtsbuch: Wer Jesus hat, hat das Leben von Winrich Scheffbuch

Gottes Gaben und seine Berufung sind unwiderruflich.

Römer 11, 25-31


Es war nur ein kurzes Gespräch auf der Straße. Ein Ausländer hatte mich nach dem Weg gefragt. Ich ging die gleiche Richtung. Ein paar Worte konnten wir wechseln. Er war ein junger Jude aus dem Staat Israel. „Dann steht über Ihrem Leben eine wunderbare Verheißung Gottes“, sagte ich. „Damit beschäftige ich mich nicht“, war die kurze, verlegende Antwort.

Unter Christen hat sich auch eine gleichgültige Meinung breit gemacht, die Verheißungen Gottes würden Israel als Volk nicht mehr gelten. Doch damit werden die Grundlagen des Glaubens angetastet.

Keinem anderen Volk dieser Welt hat Gott je sein Wort gegeben: „Es können wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen“ (Jesaja 54, 10). Aber hat nicht Israel selbst mit der Verwerfung Jesu Gottes Gnade von sich gewiesen?

Nein, Gott kann und will sein Wort nicht brechen. Sonst wäre ja unser Glaube ein risikoreiches Glücksspiel. Gilt Gottes Verheißung wirklich? Oder kann meine Untreue sie aufheben?

Israel hat sich am Erbarmen Jesu gestoßen, weil er in ihren Augen unwürdigen Gottlosen die Kindschaft bei Gott brachte. So wird Gott auch am Ende mit Israel handeln. Allein aus Erbarmen wird ganz Israel gerettet werden.

Tatsächlich kann man Gottes Ruf versäumen. Jesus weinte erschüttert beim Anblick Jerusalems, weil sie von sich wiesen, was zu ihrem Frieden diente. Aber Gottes Erbarmen konnte dadurch nicht ausgelöscht werden. Es entbrannte nur noch mehr und wurde auch den Völkern der Welt zuteil, um sie zum Glauben zu rufen.

Ob das Christen je vergessen können? Nur Gottes Erbarmen rettet uns. So wird auch Gott seinem Volk Israel am Ende der Zeit die Verhärtung wegnehmen- um seines Wortes willen, das sein Erbarmen gewiss zusagt.

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