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01/2008

Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst.

Josua 1,7

Hier werden Josua und das Volk Israel auf den Einzug ins verheißene Land vorbereitet. Gott will auch uns Mut machen auf dem Weg in ein neues Jahr. Deshalb gebietet er uns - wie damals Josua -, mutig und entschlossen nach vorn zu schauen. Und er fügt hinzu:„Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht, denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst." (V. 9)

Nicht wenige Christen denken, Jesus erwarte von ihnen, dass sie ständig für andere da zu sein hätten. Aber wer glaubt, er müsse sich unentwegt für andere aufopfern, steht in der Gefahr, die eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen. Dabei kommt es gerade hierauf Fingerspitzengefühl und Ausgewogenheit an. Wer für andere da sein will, muss gut überlegen, was erleisten kann, und um seiner Gesundheit, Ehe und Familie willen Grenzen setzen. Niemand kann ständig zuhören, Verständnis zeigen und auf dem Sprungstehen, um anderen zu helfen.

Gott möchte auch nicht, dass wir unser Selbstwertgefühl aus einem zwanghaften „Für-andere-da-sein" beziehen. Wir müssen nicht besonders fromm und selbstlos sein, um mit Gottes Hilfe rechnen zu dürfen. Gott erwartet nicht mehr, als dass wir in seinem Nähebleiben und für seine Weisungen offen sind. Er bietet uns aus freien Stücken an, was er damals Josua zusagte: „Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen." (V. 5.6)
Weil wir uns darauf verlassen können, dürfen wir uns getrost und unverzagt auf den Weg ins neue fahr2008 machen. Die Gewissheit, in Gott geborgen zu sein, wird nicht nur uns gut tun, sondern kann auch zur Botschaft für andere werden, wenn es uns gelingt, sie durch unsere Worte und unser Verhalten sichtbar zu machen. Ganz sicher werden wir auf unserem Weg manchem begegnen, der das bitter nötig hat!

Iris Lang

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