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45/2007

Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir je­mand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.

Matthäus 16,24

Hier geht es um die „Kosten" der Nachfolge Christi. Jesus nennt sie selber: Erstens: Verleugne dich selbst! Zweitens: Nimm dein Kreuz auf dich! Und drittens: Folge mir nach!

Sich selbst verleugnen heißt, sich und seine Wün­sche aufgeben. Es geht darum, von sich selber weg -und auf Gott und den Mitmenschen hinzublicken. Der natürliche Mensch will sein Leben unabhängig, losgelöst von Gott, in eigener Regie, führen. Der Nachfolger Jesu aber überlässt seinem Herrn die Regie seines Lebens, das heißt, er ordnet sich Gott mit sei­nem Willen und seinen Wünschen unter. Christus hat nun das Sagen. Das geschieht aber nur dann wirklich, wenn ich Gott zutraue, dass er mein Leben besser führt, als ich es kann. Wir sprechen dann von Glau­ben.

Nimm dein Kreuz! Das Kreuz war bei den Römern Hinrichtungsmittel. Der Verurteilte hatte es zumindest ein Stück des Weges zur Hinrichtungsstätte selber zu tragen. Unser Kreuz aufzunehmen bedeutet, dass wir das, was Gott uns zur „Hinrichtung" unseres selbstsüchtigen Ichs geschickt hat, tatsächlich anneh­men. Das können Schicksalsschläge, böse Kollegen, Krankheit oder anderes sein. Wenn wir bereit sind, diese „Kosten" zu tragen, dann folgt die Aufforderung Jesu: Folge mir!

Zwei Aspekte der Nachfolge Christi seien kurz er­wähnt: Wir sollen charakterlich und im Wesen Jesu immer ähnlicher werden - und außerdem: Wir sollen Jesu Anliegen zu unserer Aufgabe machen. Was gehört dazu? Die Verherrlichung Gottes und die Rettung der Menschen. Und dabei sollen wir nicht immer an die „Kosten" der Nachfolge Christi denken. In Hebräer 11,26 heißt es von den Beweggründen des Mose: „..... denn er sah auf die Belohnung." Die Belohnung bekommen wir zum Teil schon heute, indem wir innere Ruhe, Zufriedenheit, Freude, Ausgeglichenheit und den Sinn für unser Leben finden.

Erhard Sens

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