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31/2007

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

1. Thessalonicher 5,18

Gewissen Patienten, die von Sorgen, Ängsten, Mutlo­sigkeit oder Zweifeln geplagt waren, verordnete ein Arzt eine Therapie, die er seine „Dankeschönkur" nannte. „Ich möchte", sagte er zu den Kranken, "daß Sie sich sechs Wochen lang bei jedem, der Ihnen einen noch so kleinen Gefallen erweist, bedanken und Ihre Worte mit einem Lächeln bekräftigen, damit man sieht, daß Sie es ehrlich meinen." Bei den meisten stellte sich während der sechs Wochen eine deutliche Besserung ein.

Die Aufforderung des Paulus, dankbar zu sein, ge­hört zu den abschließenden Ermahnungen in seinem Brief an die Gemeinde in Thessalonich. Vorher schreibt der Apostel: „Seid allezeit fröhlich" (V. 16) und „betet ohne Unterlaß" (V. 17). An diesen drei Auf­forderungen wird deutlich, wie ein Christ leben soll. In der „Guten Nachricht" heißt der Anfang von Vers 18 so: „Dankt Gott in jeder Lebenslage." Für Er­freuliches danke zu sagen fällt leicht. Aber bei Arger und Belastungen, für Krankheit und Entbehrungen zu danken - kann man das überhaupt, ohne zu heu­cheln?

Es gibt immer etwas zum Danken, weil wir an je­dem Tag Schlechtes und Gutes erleben. Nur müssen wir das Positive sehen und erkennen! Das gilt es zu ler­nen. Manche Menschen scheinen dem Rat des Paulus leichter folgen zu können, weil es ihnen vermutlich besser geht als uns. Aber wir sollten genau hinschau­en, und dann werden wir entdecken, daß auch sie Sor­gen haben. Mag sein, daß es dem einen oder anderen wegen seines Temperaments schwerer fällt, der Emp­fehlung des Paulus nachzukommen. Christen aber können froh sein, weil sie einen Vater im Himmel ha­ben, der für sie sorgt, und weil eine Zukunft in Gottes Reich vor ihnen liegt.

Der Arzt, von dem am Anfang berichtet wurde, hat eine „Medizin" wiederentdeckt, die wir als Gläubige schon lange kennen. Aber wir müssen sie auch anwen­den - nicht nur sechs Wochen lang!

Günter Lentzsch

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