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23/2007

Meine Zeit steht in deinen Händen.

Psalm 31,16

„Meine Tage sind gezählt." Wie oft habe ich diesen Satz während meiner langen beruflichen Tätigkeit mit alten Menschen gehört. Häufig mit resigniertem Unterton, der die Enttäuschung über ein nicht wirklich erfülltes und glückliches Leben zum Ausdruck brachte. Doch immer wieder, gerade von gläubigen Menschen, mit einer großen Spur der Erleichterung und Vorfreude: „Meine Tage sind gezählt, bald darf ich zu meinem Heiland heimkommen!"

Unsere Tage sind gezählt, sagen wir alle, ob Jung oder Alt, wenn wir an die Begrenztheit unseres Lebens denken. Jeder Tag ist ein Tag weniger in unserem Leben - und ein Tag näher an der Ewigkeit. Jeder Tag ist wie ein kleines Leben. Erwachen, aufstehen, essen, zur Arbeit gehen, nach Hause kommen, Familie erleben, zu Bett gehen, einschlafen - neuer Tag. Wir erleben Schönes und Schweres, Freude und Trauer, Sonne und Schatten, Wiedersehen und Abschied, Gesundheit und Krankheit, Geburt und Tod.

Jeder Tag ist gezählt, von Gott gewollt und an dem wir von ihm behütet sind. Jeden Tag haben wir die Möglichkeit, Gott naher zu kommen, Gemeinschaft mit ihm zu haben und seine Liebe zu spüren. Alle Tage sind bei Gott festgehalten - die vergangenen und die zukünftigen: „... und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war." (Ps 139,16)

Gott hat unser Leben und unsere Tage fest in der Hand. Welch ein Glück, dass sie gezählt sind. Wir müssen nicht endlos weiterleben, ohne Sinn und Ziel. Alle Tage unseres Lebens sind auf das Ziel der Wiederkunft Jesu und auf unsere Auferstehung ausgerichtet. Alle Zeit auf Erden zielt auf die Zeit des ewigen Lebens hin,

Dieses ewige Leben beginnt dann, wenn wir mit Gott leben und ihn verherrlichen. Er ist bei uns alle Tage bis zu dem Tag, an dem wir bei ihm sein dürfen. -Welch ein Glück und große Gnade, dass unsere Tage wirklich gezählt sind!

Gabriele Baur

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