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14/2007

Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen.

Jeremia 29,13.14a (Hoffnung für alle)


Das größte Problem der Wissenschaft ist der Mensch selbst. Woher kommt unser Bewusstsein, unser Ich? Produziert das Gehirn unsere Gedanken und damit unser Bewusstsein? Oder ist unser Bewusstsein reiner Geist, der nur seinen Sitz im Gehirn hat? In unserem Gehirn arbeiten Millionen von Nervenzellen auf so geheimnisvolle Weise zusammen, dass es Wissenschaftlern bisher unmöglich war, das Entstehen unseres Denkens und Wollens zu erklären.

Ein populärwissenschaftlicher Artikel zu diesem Thema (P. M.: Welt des Wissens, 11/05) schließt mit der Frage: „Wenn sich eines Tages nach unendlichen Mühen herausstellen sollte, dass der materielle Ursprung des Bewusstseins doch nicht zu beweisen ist -können wir dann den Glauben an seinen göttlichen Ursprung noch von der Hand weisen?"

Können wir erst dann glauben, wenn wir die Natur nicht mehr erklären können? Ist nicht gerade ihre wunderbare Organisation ein Beweis für das Wirken des Schöpfers? Es ist schon eine seltsame Logik: Was wir erforschen und erklären können, muss von selbst entstanden sein. Dahinter steht die unausgesprochene Meinung, dass man sich einen Schöpfergott eben nicht vorstellen kann. Wenn wir aber die Existenz Gottes anerkennen, dann spielt es keine Rolle, aufweiche Weise unser Gehirn funktioniert. Es ist in jedem Fall ein Wunderwerk unseres Schöpfers, mit dem er uns die Möglichkeit gegeben hat, seinen Spuren zu folgen.

Zugegeben, in der religiösen Welt gibt es die seltsamsten Aussagen über Gott, die einen suchenden Menschen durchaus verwirren können. Aber Gott hat uns sein Wort gegeben, ledern ist der Weg geöffnet, Gott um das Verständnis seines Wortes zu bitten. Allerdings können wir uns nicht einfach hinsetzen, die Bibel aufschlagen und sagen; „So, jetzt will ich mal Gott finden!" Damit hätten wir unser eigenes Bewusstsein schon zum Maßstab gemacht.

Mit Gott kann man nicht spielen. Ihn muss man mit ganzem Ernst suchen. „Von Herzen suchen" heißt, sich als verlorener, verirrter Mensch nach seinem Schöpfer sehnen. Und ihm dann demütig überlassen, wie er sich mir nähern will. Dass er das tun wird, hat er uns zugesagt. Vielleicht erleben wir heute eine Begegnung mit ihm.

Konrad Edel

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