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30/2005

Der HERR blickte auf Abel und auf seine Opfergabe; aber auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht.

1. Mose 4,4.5


Zwei Menschen brachten Gott ein Opfer. Kain war ein Ackerbauer und brachte «dem HERRN eine Opfergabe von der Frucht des Erdbodens» – vielleicht sogar das Beste seiner Ernte. Abel war ein Schafhirt. Er brachte «von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett».

Nach menschlichem Ermessen war Kains Opfer wertvoller als die von Abel, denn in ihr steckte die ganze Energie, die er aufgewendet hatte, um etwas ernten zu können. War es von Gott nicht ungerecht, Abels Opfer anzunehmen und die Gabe Kains zu verwerfen?

Manche sind der Ansicht, es spiele keine Rolle, wie der Mensch Gott begegne, wenn er nur aufrichtig sei. Doch das ist ein Trugschluss. Gott sagt, wie wir Menschen zu Ihm kommen können, denn Er wurde von uns verunehrt. Wir als seine Geschöpfe hätten Ihm gehorchen und dienen sollen. Stattdessen haben wir uns gegen Ihn aufgelehnt und seine Güte, Gerechtigkeit und Treue in Frage gestellt.

Weshalb verwarf Gott Kains Opfergabe? Kain hatte vergessen, dass Gott den Erdboden verfl ucht hatte. Unmöglich konnte Er davon ein Opfer annehmen, auch wenn der Mensch sich dabei noch so anstrengte.

Gott nahm Abels Opfer an, weil es aus Glauben gebracht wurde. Er glaubte dem, was Gott gesagt und getan hatte. Er wusste, dass Gott Tiere getötet hatte, um seine Eltern nach dem Sündenfall zu bekleiden. Abel kam zu Gott, indem er sich auf ein Opfer stützte, das auf das Opfer von Jesus Christus am Kreuz hinwies. Das ist heute noch der einzige, von Gott gegebene Weg, auf dem wir Ihm begegnen können: auf der Grundlage des Opfers unseres Erlösers.

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