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15/2004

Jesus antwortete: "Habt vertrauen zu Gott"
(Markus 11: 22)


Ein Ehepaar ließ sich durch eine Münzanstalt führen. Dabei erwähnte der Werkmeister, man könne sich geschmolzen Blei in die bloße hole Hand gießen lassen, ohne sich zu verletzen , wenn man sie dabei ins kalte Wasser halte. In der Nähe stand ein Eimer mit Wasser. Der Werkmeister wandte sich an den Mann: "Wollen Sie die Probe machen?" "Nein, ich danke" antwortete er, "ich glaube es auch so."

Da fragte der Werkmeister die Frau: Wollen Sie es einmal versuchen? "Gern" sagte sie, zog ihren Handschuh aus, tauchte ihren Arm ins Wasser und ließ sich das flüssige Blei in die Hand gießen. Zum Ehemann gewandt sagte der Werkmeister: "Sehen Sie, Sie waren nur überzeugt. Ihre Frau aber hatte volles Vertrauen."
An diesem Beispiel wird deutlich, daß Vertrauen keine Angelegenheit für Zuschauer ist. Was Sport zu treiben wirklich ist, weiß der nicht, der nur den Sportteil der Zeitung liest oder sich die vielen Sportsendungen im Fernsehen ansieht.
Ähnlich ist es mit dem Glauben an Gott, denn Vertrauen auf Gott und Christus ist das Wesen erlösenden Glaubens. Das zeigt uns die Bibel.

Wie macht man das nun mit dem Glauben? Es ist ähnlich, wie ein Kind Schwimmen lernt. Letztlich lernt man das Schwimmen nur durch Schwimmen. Man muß es wagen, sich ins Wasser zu begeben und loszuschwimmen. Das tut man natürlich nicht ohne Vorbereitung. Dem Kind wird erklärt, daß das Wasser es trägt, und welche Bewegungen es machen soll um im Wasser voranzukommen. Es macht Trockenübungen. Aber dann muß das Kind ins Wasser gehen und es einfach ausprobieren. Es wird ein paar Mal Wasser schlucken und prusten, aber irgendwann stellt es fest: Es kann schwimmen.

Ähnlich funktioniert es mit dem Glauben. Jemand der gelernt hat, Gott zu vertrauen, erklärt uns die Grundbegriffe und von seinen eigenen Erfahrungen. Ihn hat der Glaube getragen, er ist nicht untergegangen. Wir können auch die Vertrauenswürdigkeit Gottes und seines Wortes an Hand von Objektiven Tatsachen prüfen, z.B. der Erfüllung biblischer Vorhersagen. Aber dann kommt der Punkt, wo wir uns ins Wasser begeben müssen: Wir müssen es wagen, Gott zu vertrauen. Es mag sein, daß wir manche Enttäuschung erleben, weil wir etwas von Gott erwartet haben, was er nicht versprochen hat, aber schließlich werden auch wir feststellen: Der Glaube trägt, wir gehen nicht unter. Jesus ruft uns auch heute wieder zu: "Habt Vertrauen zu Gott."

(Gerhard Vorsatz)

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