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10/2005

"Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. ... Ihr müsst von neuem geboren werden."
Johannes 3, 5-7

Wer immer versucht, durch seine eigenen Werke, durch das Halten der Gebote, in den Himmel zu kommen, unternimmt etwas Unmögliches. Es gibt keine Sicherheit für einen, der nur eine Gesetzesreligion hat, eine Form der Frömmigkeit. Das Christenleben ist keine Änderung oder Verbesserung des Alten, sondern eine Umwandlung des Wesens. Es findet ein Tod des ICHS und der Sünde statt und dann kommt ein völlig neues Leben. Diese Verwandlung kann nur durch das kräftige Wirken des heiligen Geistes zustande gebracht werden ...

Vielleicht kann ein Mensch den genauen Zeitpunkt oder den Ort seiner Bekehrung nicht nennen, auch nicht alle Umstände in diesem Vorgang verfolgen. Doch das heißt nicht, dass er unbekehrt wäre. Durch einen Helfer, der unsichtbar ist wie der Wind, wirkt Christus ständig auf das Herz ein. Immer wieder -- dem Empfänger vielleicht unbewusst -- werden Eindrücke vermittelt, die den Menschen innerlich zu Christus hinziehen ... Plötzlich, wenn der Geist sich etwas unmittelbarer an einen Menschen richtet, übergibt er sich voller Freude Jesus. Viele bezeichnen das als plötzliche Bekehrung, doch ist es das Ergebnis eines langen Liebeswerbens des Heiligen Geistes -- eines geduldigen, sich lange hinziehenden Vorgangs.
Während der Wind unsichtbar ist, erzeugt er Wirkungen, die sichtbar und fühlbar sind. Genauso wird sich das Wirken des Geistes auf den Menschen in jeder Tat dessen zeigen, der seine rettende Macht gespürt hat. Wenn der Geist Gottes vom Herzen Besitz ergreift, wandelt er das Leben um. Sündhafte Gedanken werden abgetan, schlechte Taten werden aufgegeben. Liebe, Demut und Friede treten an die Stelle von Ärger, Neid und Streit. Freude herrscht anstelle der Traurigkeit, und das Gesicht strahlt das himmlische Licht wider. Niemand sieht die Hand, die die Last wegnimmt. Keiner sieht das Licht, das von den himmlischen Höfen herab scheint. Der Segen kommt, wenn der Mensch sich im Glauben Gott übergibt. Dann schafft die Kraft, die keine Menschenaugen sehen können, ein neues Wesen zum Ebenbild Gottes.

Es ist dem begrenzten Verstand nicht möglich, das Erlösungswerk zu begreifen. Sein Geheimnis geht weit über menschliches Erkennen hinaus, doch wer vom Tode zum Leben durchdringt, ist sich bewußt, daß es eine göttliche Wirklichkeit ist. Durch eine persönliche Erfahrung können wir schon hier den Anfang der Erlösung erleben. Ihre Ergebnisse reichen bis in alle Ewigkeit.

(Maranatha S.70 -E.G.White)

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