You are here: Andacht der Woche  

31/2016
 

[Jesus sagte:] „Wird der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde überhaupt noch Menschen finden, die diesen Glauben haben?“

Lukas 18,8b (Hoffnung für alle)

Der Zacken, ein Fluss nahe unserer Schule, war zugefroren; und wir glaubten fest, dass das Eis uns tragen würde. Mein Schulkamerad, der ein paar Schritte vorausging, brach bis zur Schulter ein. Ich zog ihn wieder auf das Eis. Dann rannten wir nach Hause.

Menschen, die einem trügerischen Glauben anhängen, wird es am Jüngsten Tag leider viele geben: Glauben an selbst erdachte Götter, Aberglauben, der Glaube, dass Gott nicht existiert usw. Es wird sogar Menschen mit einem Glauben an Jesus geben, den Jesus nicht anerkennen wird und die entsetzt hören werden, dass er sie verleugnet und sagt, dass er sie gar nicht kennt.

Die Frage von Jesus im Andachtstext gilt also nicht irgendeinem Glauben, sondern einem tragfähigen, biblisch begründeten Glauben, der rettet. Und der ist nie allein, sondern immer vom Gehorsam gegenüber Gottes Willen begleitet. Wird also der „Menschensohn“ Jesus, wenn er wiederkommt, bei vielen diesen Glauben finden, der sie als Gottes Kinder ausweist, oder nur bei wenigen?

Es ist zu befürchten, dass es weniger sein werden, als viele heute meinen, aber es werden am Ende doch viel mehr sein, als wir uns überhaupt vorstellen können. Die neue Erde ist groß genug für alle Menschen, aber viele wollen dort gar nicht sein, und viele, die hinein möchten, werden unterwegs scheitern, weil ihnen die Pforte in das Reich der Gnade zu eng und der Weg mit Christus zu schmal ist.

Ganz gewiss wird aber vor dem Ende der Weltzeit geschehen, was Jesus angekündigt hat: „Es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“ (Mt 24,14) Alle haben eine Chance! Fraglich ist nur dein und mein Anteil daran. Wartest du auf die Wiederkunft von Jesus? Es ist auch umgekehrt: Jesus wartet auf dich! Denn die Engel, die laut Offenbarung 14 zum letzten Mal das ewige Evangelium verkünden, sind keine himmlischen Wesen, wie manche glauben, sondern Menschen wie du und ich. Uns ist also die letzte himmlische Botschaft zur Verbreitung aufgetragen.

Wir sollen wachen, warten und wirken, denn wir wissen doch: Für unsere krisengeschüttelte Welt gibt es nur eine Hoffnung ohne Illusion: Jesus und sein Kommen.

Gerhard Zahalka


© Advent-Verlag Lüneburg


32/2016 | 38/2016