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13/2016
 

Durch Christus sind wir frei geworden, damit wir als Befreite leben.

Galater 5,1a (Hoffnung für alle)

Arthur Maxwell - in Deutschland bekannt durch die frühere Kinderbibel Menschen in Gottes Hand - erzählte die Geschichte vom Sklaven Joe aus der Zeit, als es in den USA noch Sklaven gab. Joe war das Sklavenlos leid und er sagte zu sich: Ich arbeite nicht mehr! Bald kam es laut aus Joe heraus: „Ich arbeite nicht mehr!“ Alles Zureden half nichts, alles Drohen half nichts - Joe arbeitete nicht mehr. Sein Herr sah keinen anderen Weg, um mit dem Problem fertigzuwerden, als Joe zu verkaufen.

Tatsächlich fand sich auf dem Sklavenmarkt ein neuer Herr für Joe. Doch Joe sagte gleich: „Ich arbeite nicht mehr!“ Der neue Herr ließ sich davon anscheinend nicht beeindrucken, zahlte den geforderten Preis, und lud Joe dann freundlich zu sich auf den vorderen Sitz der Kutsche ein. Bald kamen sie in die Besitztümer des neuen Herrn. An einer kleinen Hütte oberhalb eines Sees hielten sie an. „Hier darfst du wohnen“, sagte der neue Herr zu Joe. „Aber ich arbeite nicht mehr!“, wiederholte Joe erneut.

„Du brauchst auch nicht mehr zu arbeiten“, sagte der zu ihm. „Ich habe dich gekauft, um dir die Freiheit zu schenken.“ Als Joe begriff, was das für ihn bedeutete, fiel er vor seinem neuen Herrn auf die Knie und sagte: „Herr, dir diene ich auf ewig!“

Diese Geschichte ist eine schwache Veranschaulichung dessen, was Jesus Christus für uns Menschen getan hat. Er hat uns von der Sklaverei Satans und des Todes losgekauft, um uns die Freiheit der Kinder Gottes zu schenken. Im Hebräerbrief lesen wir über die Bedeutung seiner Erlösung für uns: „Christus ist ... ein Mensch geworden wie wir, um durch seinen Tod dem Teufel - als dem Herrscher über den Tod - die Macht zu entreißen. So hat er alle befreit, die aus Furcht vor dem Tod ihr ganzes Leben hindurch Gefangene des Teufels waren.“ (Hbr 2,14-15 Hfa) Mit dem unermesslichen Preis seines Opfers am Kreuz hat Jesus uns quasi Satan abgekauft und ist rechtmäßig unser neuer Herr geworden. Auf der neuen Erde hat er „viele Wohnungen“ für uns vorbereitet, zu denen er uns nach seiner Wiederkunft heimholen wird (vgl. Joh 14,2-3; Röm 8,21).

Wenn wir begreifen, was Jesus Großartiges für uns getan hat und was das für uns bedeutet, werden auch wir vor unserem neuen Herrn auf die Knie fallen und sagen: „Herr Jesus, dir diene ich gern auf ewig!“ Hast du es heute bereits getan?

Werner E. Lange


© Advent-Verlag Lüneburg


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