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09/2016
 

So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete die Menschen und sagte zu ihnen: „Seid fruchtbar und vermehrt euch!“

1. Mose 1,27-28 (Gute Nachricht Bibel)

Vor einigen Monaten gelang Wissenschaftlern ein Durchbruch: Sie fanden mit hochkomplizierter Biotechnik und in langen Versuchsreihen heraus, wie eine Samenzelle an eine Eizelle andockt. Es ist nur ein kleines Detail in einem sehr komplexen Geschehen, das sich täglich auf unserer Welt millionenfach wiederholt, und zwar unabhängig davon, ob wir es mit unserem Verstand begreifen oder nicht. Nun ist es also gefunden, das lange gesuchte „Schloss“. Den passenden „Schlüssel“ - ein bestimmtes Protein auf der männlichen Samenzelle - hatten die Wissenschaftler schon vor einigen Jahren entdeckt, aber das dazugehörige „Schloss“ war noch unbekannt. Fehlt eines von beiden, findet keine Befruchtung statt. Der Vorgang läuft nach bisherigem Wissen anscheinend bei Säugetieren und Menschen im Prinzip gleich ab.
Wenn sich nun über Millionen von Jahren oder durch spontane Mutation nur der „Schlüssel“ bei einem Mann entwickelt hätte, aber nicht gleichzeitig das „Schloss“ bei einer Frau, hätte die ganze Entwicklung nichts genützt. Schon bei der ersten Generation wäre das menschliche Leben beendet gewesen. Dass aber in dem einen Wesen sich zufällig der „Schlüssel“ entwickelt und in einem anderen, völlig unabhängigen Wesen zeitgleich das dazu passende „Schloss“, ist in meinen Augen extrem unglaubwürdig.
Darum erscheint es mir viel logischer, einfach der Aussage der Bibel zu vertrauen und zu glauben, dass wir aus der Hand eines sehr weisen Schöpfers hervorgegangen sind, der genau wusste, was er tat. Dass uns Menschen die Entdeckung erst nach unzähligen Forschungsstunden gelang, zeigt, wie sehr der Erfinder des Lebens uns voraus ist.
Sollte dieser Schöpfer, der unseren Körper bis zur letzten Nervenfaser kennt, nicht auch unser Leben kennen? Er wusste schon lange, wie wir funktionieren und hat alles bis ins Letzte bedacht. Sollte er mit unserem heutigen Tag überfordert sein? Sollten ihm unsere Fragen zu schwierig, unsere Probleme zu komplex sein? Keineswegs! Vertrauen wir uns ihm auch heute an in dem Wissen, dass er uns führen und begleiten will.

Matthias Müller


© Advent-Verlag Lüneburg


49/2015 | 34/2015