You are here: Andacht der Woche  

46/2015
 

Was kein Auge jemals sah, was kein Ohr jemals hörte und was sich kein Mensch vorstellen kann, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben.

1. Korinther 2,9b (Hoffnung für alle)

Wenn ich mich heute umsehe, stimmt mich vieles traurig: die Finanz- und Wirtschaftskrise, Umwelt- und Naturkatastrophen, Klimawandel und Verschmutzungen der Umwelt usw. Es gibt so viel Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit, Kriege, Hungersnöte, Leid und Krankheiten. Viele Menschen wissen nicht, was sie noch mit ihrem Leben anfangen sollen.

Aber Gott sei Dank entdecken wir auch andere Seiten, zum Beispiel in Gottes herrlicher Schöpfung, besonders im Frühling, wenn alles wieder grün wird, die Bäume ihre Blätter entfalten, die Blumen anfangen, in leuchtenden Farben zu blühen und die Vögel wieder die Luft mit ihrem wohlklingenden Gesang erfüllen.

Als ich vor kurzem im tiefen Dschungel Indonesiens war, bewunderte ich die Vielfalt der Pflanzen und Blumen und viele Arten von Bäumen auf engstem Raum. Dazu ertönte ein wunderbares Urwaldorchester der zahlreichen Stimmen der Vögel, Grillen, Zikaden usw. Besonders nachts bezauberte mich der Urwald mit seinen vielfältigen Stimmen. Dabei dachte ich an die Worte in Psalm 150,6: „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!“

Vor allen Dingen beeindruckte mich die herzliche Gemeinschaft mit anderen Gläubigen in der Adventgemeinde. Besonders in Zentralsulawesi, wo ich zum ersten Mal war, erlebte ich, dass wir eine wunderbare Familie, vereint in unserem Herrn Jesus Christus, sind! Die große Freundlichkeit und Liebe unserer Glaubensgeschwister dort werde ich nie vergessen!

Dies alles ist nur ein winziger Hauch von dem, was Christus uns schenken wird, wenn er bald in Herrlichkeit wiederkommt und uns eine neue Heimat schafft, in der es keine Schmerzen, keine Tränen, keine Krankheiten, kein Leid, keinen Tod, keine Trennung und keine Sünde mehr geben wird (vgl. Offb 21,4). Wir können uns nicht vorstellen, wie es dort sein wird; aber dennoch dürfen wir uns darauf freuen und uns auf sein baldiges Kommen vorbereiten.

Unser Erlöser wartet in seiner unermesslichen Liebe auf uns. Dem Herrn danke ich täglich für seine wunderbaren Zusagen (vgl. Joh 14,2-3)! Darum will ich wachen und beten, damit andere und ich bereit sind, ihn mit Freuden zu empfangen.
Möchtest auch du bereit sein für diesen herrlichen Tag unseres Erlösers?

Paul Gerhard Wiesenberg


© Advent-Verlag Lüneburg


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