You are here: Andacht der Woche  

10/2007
 

Wenn ich nicht Freude an deinem Wort gehabt hätte, dann wäre ich in meinem Elend umgekommen ... Dein Wort ist wie ein Licht in der Nacht, das meinen Weg erleuchtet ... Auf dein Wort habe ich meine Hoffnung gesetzt ... Dein Wort ist meine Lieblingsspeise...

Psalm 119,92.105.43.103 (Hoffnung für alle)


Jedes Jahr werden auf der Frankfurter Buchmesse Tausende neuer Bücher vorgestellt. Vielen davon ist nur ein kurzes Leben beschieden. Doch es gibt ein Buch der Superlative, das an der Spitze der Weltliteratur steht. Seit der Erfindung des Buchdrucks ist kein literarisches Werk in so viele Sprachen übersetzt und in solcher Auflagenhöhe verbreitet worden wie die Bibel. Biblische Schriften können in mehr als zweitausend Sprachen gelesen werden. Die Bibel und einzelne ihrer Bücher liegen jetzt in 2.287 Sprachen vor. Damit bleibt die Heilige Schrift weltweit das am meisten übersetzte Buch. Eine vollständige Bibelübersetzung gibt es derzeit in 392 Sprachen. Das Neue Testament ist in weiteren 1.012 Sprachen verfügbar. Hinzukommen einzelne Evangelien oder andere Teile der Heiligen Schrift in 883 Sprachen. Zu den jüngsten Übersetzungen zählt die erste vollständige Bibel in der Indiosprache Chamula, die rund 130.000 Mexikaner verstehen. Experten schätzen, dass es weltweit rund 6.500 Mundarten gibt. Der Weltbund der Bibelgesellschaften und nationale Bibelgesellschaften sind zurzeit an 672 Übersetzungsprojekten beteiligt.
Heute kann jeder in unserem Lande für ein paar Euro eine Bibel kaufen. Viele Zeitgenossen haben durch das Lesen dieses Buches den Weg zu einem sinnvollen und glücklichen Leben entdeckt. Andere fanden auf diese Weise Trost und Hoffnung, Ermutigung und seelische Stärke. Die Botschaft der Bibel gab ihnen die Kraft, mit Leid, Not und Tod fertig zu werden.

Kürzlich las ich den Satz: „Christen sind Menschen, die eine Bibel haben und von Zeitungen leben." In vielen Illustrierten gibt es eine Kolumne, in der Psychologen, Ärzte und Lebensberater Fragen beantworten. Ihre Antworten stehen oft im Gegensatz zu den Ratschlägen Gottes, die er uns in seinem Wort, der Heiligen Schrift, gegeben hat. Wohl dem, der mit David aus eigener Erfahrung bekennen kann: „Wenn ich nicht Freude an deinem Wort gehabt hätte, dann wäre ich in meinem Elend umgekommen. Dein Wort ist wie ein Licht in der Nacht, das meinen Weg erleuchtet."

Helmut Mayer


30/2012 | 09/2007