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03/2007
 

Siehe, das ist Gottes Lamm, das die Sünde der Welt trägt!
Johannes 1, 29-34

Am Hafenkai stehen große Krane. Sie haben eine gewaltige Tragkraft. Sie heben die großen Transportbehälter hoch und befördern sie in das Innere des Schiffs.
Wir haben alle wenig Tragkraft. Man trägt schon genug an eigenen Lasten. Wenn man jetzt noch die Leiden der Kranken, Hungernden oder Unterdrückten mittragen soll, ist das zuviel. Es ist zu schwer.

Da weist uns Johannes auf Jesus: „Der trägt die schwerste Last der Welt weg!“ Die schwerste Last sind nicht Krankheiten, nicht Einsamkeit, nicht Unrecht. Wie schwer das schon wiegt, weiß Jesus besser als wir alle. Er war der Allerverachtetste. Er wurde von seinem Freund verraten. Er wurde gehöhnt und geschlagen. Er hat die Todesangst ganz bewusst durchlitten. Was kann denn noch schwerer sein?

Das Furchtbarste bleibt, dass man verloren gehen kann. Darunter leidet Jesus. So sehr liebt er uns, dass er sich nicht damit abfinden kann, wie uns unsere Schuld in die Hölle zieht. Ohne jede Hoffnung sterben müssen, ist das Schwerste.

Jesus will meine Sünde von mir nehmen und sie wegtragen. Dafür hat er gelitten. Dafür ist er gestorben. In dieses Grab hinein darf ich alle meine Schuld legen, die mich vor dem heiligen Gott anklagt. Und wenn er sie trägt, kann sie nicht mehr auf mir liegen. Entweder trägt er sie oder ich. Wenn er sie getragen hat, kann sie mich nicht mehr belasten. Ich bin frei!

Ja, es gibt viel Not und Schweres in der Welt heute. Aber wer durch Tränen und Traurigkeit durchblickt auf Jesus, das Lamm Gottes, atmet befreit auf. Wenn er mir die größte Last abnimmt, kann ich auch die kleinere getrost ihm überlassen. Wenn er mich hält, kann ich durchhalten.


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