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22/2006
 



Christen müssen Zeugnis ablegen

Psalm 40, 1-11

Er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und sich fürchten und auf den Herrn hoffen.

Kennzeichen einer wachen und lebendigen Gemeinde ist, das nicht nur einer von der Kanzel predigt, sondern viele reden. Sie müssen bestätigen, was in der Bibel von Gottes großen Taten gerühmt wird. Viele solcher eindrucksvollen Zeugnisse kann man hören.

Manche stößt das aber auch ab. Die berührt das peinlich. Sicher könnte man das Zeugnis immer noch besser sagen. Aber manche lehnen es rundweg ab.
Dabei hat Gott das ganze Evangelium durch persönliche Zeugnisse von Menschen mitgeteilt. Die Briefe des Paulus, die Offenbarung des Johannes, die Evangelien, Berichte des Alten Testaments, ja sogar Psalmen sind Erlebnisberichte. Glaubende erzählen ihre Erfahrungen mit Gott.

Man kann das Evangelium nicht unbeteiligt weitersagen. Andere wollen wissen, ob wir dafür haften können. Nur das interessiert, wovon wir überzeugt sind.
Die grausige Grube mit ihrem Schmutz und Schlamm kann nie das Thema unseres Berichtes sein. Jesus hat noch viel unheimlichere Abgründe überwunden. Über dieses Wunder der Errettung müssen wir immer wieder neu staunen.

Ob man wirklich nur mit trockenen Worten sachgemäß von Gott reden kann? Wer Gott erkennen will, muss sein Erbarmen erkennen. Dabei wird man mit dem Studieren nie Fertigwerden. Jeder Tag ist voll mit neuen Entdeckungen. Wir wissen wohl, dass Gott viel größer ist als meine Erlebnisse mit ihm. Doch können wir gerade in Belastungen und Spannungen den Abglanz seiner Liebe erfahren.

Auch wenn andere diese Zeugnisse aufdringlich empfinden, will David „seinen Mund nicht stopfen lassen“. Das größte Wunder, das bezeugt und gerühmt werden muss, kann nur die Tat Jesu sein. Er will uns aus der grausigen Grube ziehen und unsere Füße auf den Felsen stellen.


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