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51/2005
 

Und sie [Maria] wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.

Matthäus 1,21



Jedes dritte Kind in Deutschland weiß nicht, was Weihnachten bedeutet. Gemäß der Umfrage eines Münchner Jugend-Forschungsinstituts gaben gut sechs Prozent der Sechs- bis Zwölfjährigen offen zu, den Anlass für dieses Fest, nämlich die Geburt von Jesus Christus, nicht zu kennen.



15 Prozent waren mit Angaben wie „Das hat was mit Jesus zu tun" zwar auf der richtigen Spur, doch Genaueres wussten sie nicht. 18 Prozent lagen mit ihren Vermutungen dagegen komplett daneben. So wurde das Weihnachtsfest damit erklärt, dass es Winter sei, der Weihnachtsmann komme oder es einfach „schon immer so gemacht wurde". Manche Kinder verwechselten Ursache und Wirkung und gaben an, Weihnachten werde gefeiert, „weil Ferien sind und die Oma kommt" oder „damit die Geschäfte mehr verkaufen". Neun Prozent erklärten, „damit es Geschenke für die Kinder gibt." Ein Kind gab als Grund für das Fest an: „Da ist der Weihnachtsmann gestorben."

Es scheint, als ob die zahlreichen Weihnachtsmänner, Tannenzweige und Rauschgoldengel dieser Tage vielen den Blick auf die eigentliche Bedeutung dieses Festes verstellen. „Fürchtet euch nicht!", sprach der Engel zu den Hirten. „Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids." (siehe Lk 2,10.11)

Jesus, der in einem armseligen Stall in Bethlehem zur Welt kam, ist viel mehr als nur der „holde Knabe im lockigen Haar". Er blieb kein Baby, sondern wuchs heran, lehrte die Menschen aus Gottes Wort, vollbrachte Wunder und starb unschuldig am Kreuz auf Golgatha.

Durch seinen Tod hat Jesus für die Schuld der Menschen bezahlt. Doch der „Retter" und „Heiland", wie der Engel sagte, ist Christus, weil er auferstand, lebt, wirkt, und weil wir immer wieder erfahren dürfen: „Wenn wir aber unsere Verfehlungen eingestehen, können wir damit rechnen, dass Gott treu und gerecht ist: Er wird uns dann unsere Verfehlungen vergeben und uns von aller Schuld reinigen, die wir auf uns geladen haben." (siehe l Jo 1,9 GNB)

Doch eins fehlt noch: Christus wird wiederkommen, um uns in eine Welt zu führen, in der es keinen Tod, kein Leid und keine Ungerechtigkeit mehr geben wird. Erst dann ist Jesu Rettungswerk vollendet.



Holger Teubert


Andachten 2005 | 28/2012