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51/2014
 

Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als das schärfste Schwert und durchdringt unsere innersten Gedanken und Wünsche. Es deckt auf, wer wir wirklich sind, und macht unser Herz vor Gott offenbar.

Hebräer 4,12 (Neues Leben Bibel)

Eine Bibelgesellschaft bot in einer Fußgängerzone den Passanten Bibeln an, um sie mit dem Wort Gottes bekanntzumachen. Eine Gruppe Jugendlicher verspottete den Mitarbeiter am Stand: „Mach deinen Laden dicht! Das alte Buch liest doch keiner mehr!“

Der Bibelmissionar sprach den Anführer der Gruppe freundlich an: „Das eine sage ich dir: In diesem Buch spricht Gott ganz persönlich zu dir!“

„Was, zu mir? Dass ich nicht lache. Zeig das Buch her, das will ich sehen!“ Der junge Mann – er hieß Philippus – schlug wahllos die Bibel auf und las aus Johannes 14,9: „So lange bin ich bei euch gewesen, und du kennst mich nicht, Philippus? “ Er wurde kreidebleich, gab beschämt die Bibel zurück und verschwand.

In der Bibel spricht Gott ganz persönlich zu uns. Er hat jeden Menschen mit einem freien Willen ausgestattet; jeder kann sich für oder gegen Gott entscheiden. Um jeden, der sich für ihn entscheidet, vom ewigen Tod zu retten, gab Gott seinen einzigen Sohn. Darüber informiert die Bibel jeden Leser.

Darüber hinaus ist das Wort Gottes für jeden Menschen eine Quelle geistlicher Nahrung. So wie im täglichen Leben unser Leib mit Nahrung versorgt werden muss, so bedarf auch das geistliche Leben der täglichen Nahrung, die wir im Wort Gottes finden: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“ (Mt 4,4) Jeremia beschrieb sein Verlangen nach dieser Nahrung des Wortes Gottes voller Begeisterung: „Wenn du zu mir sprachst, habe ich jedes Wort verschlungen. Deine Worte haben mein Herz mit Glück und Freude erfüllt.“ (Jer 15,16 GNB) Unser Andachtstext erwähnt eine weitere Funktion des Wortes Gottes: „Es deckt auf, wer wir wirklich sind, und macht unser Herz vor Gott offenbar.“ Es wirkt also wie ein Spiegel, der uns nicht nur unseren wahren Zustand zeigt, sondern auch auf den hinweist, der uns allein reinigen und umgestalten kann: Jesus Christus. Das Lesen der Bibel ist eines der Mittel, durch das Gott unsere Bitte erhört:

„Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.“ (Ps 139,23–24)

Adam Schiller


© Advent-Verlag Lüneburg


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