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51/2012
 

Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.

Johannes 14,27a

Ein englischer Postbeamter hatte einst die Aufgabe, sich um Briefe zu kümmern, die unvollständig adressiert waren. An einem Vormittag kurz vor Weihnachten saß er in seinem Büro. Er war niedergeschlagen, denn sein kleiner Sohn war vor kurzem verstorben. Da fand er einen Brief, auf den eine Kinderhand geschrieben hatte: „An den Weihnachtsmann am Nordpol.“

An dem Brief war eine Notiz des Postbeamten befestigt, der den Brief entgegengenommen hatte. Verblüfft entdeckte der traurige Mann, dass der Kollege auf diesem Brief seine eigene Adresse vermerkt hatte. Und als er den Brief betrachtete, erkannte er die Handschrift seiner eigenen Tochter. Sie schrieb Folgendes:

„Lieber Weihnachtsmann, wir sind in diesem Jahr eine sehr traurige Familie. Darum mache mir bitte keine Geschenke, denn in der letzten Woche ist mein kleiner Bruder gestorben. Doch könntest du meinem Papa irgendetwas bringen, damit er nicht mehr weinen muss? Ich habe gehört, wie er zu meiner Mutter gesagt hat, dass nur die Ewigkeit ihn heilen kann. Könntest du ihm vielleicht etwas davon schenken? Deine Miriam.“

Wir alle brauchen diese Geschenke der Ewigkeit. Die Bibel sagt: „Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben.“ (Joh 3,36 Hfa) Wer Jesus in sein Leben aufgenommen hat, wird erfahren, wie der Friede Gottes ihn erfüllt und seine Dunkelheit wieder hell macht.

Es ist wie bei jenem amerikanischen Soldaten an der Front in Korea an einem Weihnachtsabend. Er lag sterbend auf einer Anhöhe. Ein Militärpfarrer kletterte zu ihm hinauf und fragte: „Mein Sohn, kann ich dir helfen?“ „Nein, es ist alles gut“, antwortete der Soldat. Der Pfarrer wunderte sich über die innere Ruhe und den Frieden des Sterbenden. Als er sich neben ihn kniete, bemerkte er ein Neues Testament, das jener Verwundete in seiner Hand hielt, einen Finger in der Seite, auf der stand: „Meinen Frieden gebe ich euch.“ (Joh 14,27)

Gott wurde in Jesus Christus Mensch und brachte jedem Menschen das Angebot des Friedens mit Gott, wie die Engel sangen: „Sein Frieden ist herabgekommen auf die Erde zu den Menschen, die er erwählt hat und liebt!“ (Lk 2,14b GNB)

Vera Syring


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