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17/2012
 

Warum gebt ihr euer Geld aus für Brot, das nichts taugt, und euren sauer verdienten Lohn für Nahrung, die nicht satt macht? Hört doch auf mich, dann werdet ihr leben!

Jesaja 55,2.3 (Gute Nachricht Bibel)

Geld macht nur glücklich, wenn man mehr davon besitzt als Freunde, Nachbarn oder Kollegen. Das ist das Ergebnis einer Studie der britischen Universitäten Warwick und Cardiff. „Es scheint, dass ein Verdienst von einer Million im Jahr nicht genug ist, um jemanden glücklich zu machen, wenn derjenige weiß, dass seine Freunde zwei Millionen verdienen", stellte Studienleiter Chris Boyce fest.

Die Ergebnisse könnten auch erklären, warum die Menschen in den vergangenen 40 Jahren nicht glücklicher geworden sind, obwohl sich der Wohlstand insgesamt erhöht hat, meinte der Wissenschaftler.

Was nützt ein finanziell abgesichertes Leben, wenn man dennoch nicht glücklich sein kann, weil der Arbeitskollege mehr verdient als ich? Wer nur dann zufrieden ist, wenn er andere übertrumpfen kann, lebt dennoch in der Angst, auf einen Bekannten zu treffen, der mehr besitzt als er. So wird er nie „satt", wie Jesaja in dem Andachtstext zeigt. Ist das nicht ein armseliges Leben? Trotz zunehmendem Wohlstand scheinen die Menschen in Großbritannien - und wahrscheinlich auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz - nicht glücklicher geworden zu sein.
Die Bibel empfiehlt, auf Gott zu hören, um wirklich leben zu können. In Hebräer 13,5 finden wir den Rat: „Seid nicht hinter dem Geld her, sondern seid zufrieden mit dem, was ihr habt." (GNB) Einmal innehalten und überlegen, was ich alles schon habe - das ist besser, als sich in Gedanken ständig mit dem zu befassen, was andere besitzen. Wir können mit anderen vielleicht nicht konkurrieren, doch das brauchen wir auch nicht. Wir haben viel mehr als uns oft bewusst ist.

Ein anderer Rat lautet: „Dankt für alles; denn das will Gott von euch." (1 Ths 5,18 Einheitsübersetzung) Wenn wir gesund sind, einen Arbeitsplatz haben, uns satt essen können, sicher wohnen oder uns mit dem Ehepartner verstehen, können wir dankbar sein. Denn nichts ist selbstverständlich; viele würden uns deswegen beneiden. Und wer Gott für alles dankt, der hört auf, nur an sich selbst zu denken.

Holger Teubert

© Advent-Verlag Lüneburg


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