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51/2010
 

[Jesus] sprach zu ihnen: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.“

Markus 2,27

Die Sprache Chinas kennt kein Ja oder Nein. Das ist für uns kaum vorstellbar. Ohne diese beiden kurzen Wörter kommen wir keinen Tag aus. Das Chinesische hat natürlich auch Formen, die dem Ja oder Nein entsprechen. Interessanterweise gibt es in alten orientalischen Sprachen keine Worte, die unseren Begriffen entsprechen. Aber das Wort Sabbat kommt (in Abwandlungen) in ihnen vor.

Der Sabbat begegnet uns schon im 2. Kapitel der Bibel im Bericht über Gottes Schöpfung (1 Mo 2,1-3). Dort liegen auch die Anfänge der Woche, die im Gegensatz zu Tag, Monat und Jahr keine astronomische Gegebenheit darstellt. Die Siebentagewoche mit dem Sabbat als Krönung wird mit Recht als ein Geschenk aus dem Paradies bezeichnet.

Dem verwöhnten Menschen der westlichen Welt im 21. Jahrhundert stellt sich die Frage nach der Bedeutung des Sabbats in der heutigen Zeit, wenn er sich damit überhaupt beschäftigt. Antworten darauf können hier nur stichwortartig gegeben werden:

1. Ohne ein regelmäßiges Ausspannen gefährdet ein Mensch seine Gesundheit.
2. Die Familien brauchen gemeinsame Zeiten zur inneren Stabilisierung, nicht nur bei den Gesprächen bei den gemeinsamen Mahlzeiten. Sie müssen etwas gemeinsam unternehmen.

3. Am Sabbat kann der Mensch innehalten, um über den Sinn und das Ziel des Lebens nachzudenken.
4. Der Sabbat ist eine Gelegenheit, sich bewusst an den Wundern der Natur zu freuen.
5. Bibelfreunde nuten den Freiraum gern, um das Wort Gottes zu studieren und gute Bücher zu lesen.

6. Am Sabbat haben wir die Möglichkeit, uns fürsorglich um hilfsbedürftige Menschen zu kümmern, und uns mit Freunden und Bekannten zu unterhalten.
Wir sind als Familie und später als Ehepaar insgesamt zehnmal umgezogen, achtmal davon dienstlich bedingt. Jeder Umzug ist eine Zeit, in der die Arbeit keine Grenze hat. Nie erkannten wir den Segen des Ruhetages deutlicher. Aber auch in vielen anderen Situationen wurde uns der Segen dieses Tages bewusst.

Danke Herr, für deinen Sabbat!

Felix Schönfeld

© Advent-Verlag Lüneburg






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