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43/2010
 

Aber der Herr hat zu mir gesagt: „Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.“ Jetzt trage ich meine Schwäche gern, ja, ich bin stolz darauf, weil dann Christus seine Kraft an mir erweisen kann.

2. Korinther 12,9 (Gute Nachricht Bibel)

Die Morgensonne scheint durch die Ritzen der Rollläden. Noch im Aufwachen ergreift der Tag von mir Besitz: die Aufgaben, die auf mich warten, die Sorgen um Menschen, deren Schicksal mir wichtig ist, die bange Ohnmacht gegenüber manchen Entwicklungen in der Weltpolitik, die Gemeindesituation - und demgegenüber meine kleine Kraft.

Da kommt mir die Zusage in den Sinn, die Gott Paulus gab: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (2 Kor 12,9) Das heißt doch: Ich darf mich ruhig schwach fühlen, es ist sogar das Beste, was mir passieren kann, wenn diese Schwäche der Kraft Gottes Raum gibt.

Wenn ich gleich aufstehe, bewege ich meine Arme und Beine; ich kann sehen und hören, riechen und schmecken. Alles ist so selbstverständlich, dass ich gar nicht mehr darüber nachdenke. Und doch ist letztlich alles nur durch Gottes Wirken und Kraft möglich. Je mehr ich mir dieser Abhängigkeit bewusst bin, umso größer wird meine Dankbarkeit. Darin liegen ein großer Trost und ein tiefer Frieden.

Ich darf schwach sein. Es ist sogar gut, wenn mir meine Schwäche bewusst ist, denn dann gebe ich der Kraft Gottes eher Raum. Das meinte wohl Paulus, als er schrieb: „Gerade wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“ (V. 10 GNB)

Jetzt kann ich fröhlich aufstehen, den Rollladen hochziehen und die Sonne ins Zimmer scheinen lassen. Ich kann die Sonnenstrahlen genießen und dankbar und zuversichtlich in den neuen Tag starten.

Vater im Himmel, ich danke dir, dass deine Kraft auch heute in mir wirken will. Lass sie mich in Anspruch nehmen!

Angelika Gmehling



Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin.
Du hast gesagt, dass jeder kommen darf.
Ich muss dir nicht erst beweisen,
dass ich besser werden kann.
Was mich besser macht vor dir,
das hast du längst am Kreuz getan.
Und weil du mein Zögern kennst,
streckst du mir deine Hände hin,
und ich darf so zu dir kommen, wie ich bin.
(Leben aus der Quelle, Nr. 114)

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