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15/2010
 

Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.

1. Johannes 3,1 (Elberfelder Bibel)

Florian, acht Jahre alt, ist ein rundum glücklicher Junge. Begeistert erzählt er seinen Freunden in der Schule, wie sehr er seine Eltern liebt. „Das sind doch gar nicht deine richtigen Eltern, was willst du denn?“, rufen ihm seine Klassenkameraden spöttisch zu.

„Doch,“ rechtfertigt er sich, „ich bin von meiner Mutter geboren, genau so wie ihr!“

„Weißt du gar nicht, dass deine Eltern dich adoptiert haben?“, hänseln sie ihn. Florian ist betroffen.

Zu Hause angekommen, sieht Florians Mutter sein kummervolles Gesicht. Sie umarmt ihn liebevoll und wartet ab. „Mama“, schluchzt er, „stimmt es, dass du mich nicht geboren hast? Du und Papa seid doch meine Eltern!“

„Ja, Florian, wir sind deine Eltern!“, betont sie fest und sicher, „und wenn Papa nach Hause kommt, werden wir dir das genau erklären.“

Am Abend erklärte sein Vater ihm: „Deine Mama konnte kein Kind bekommen. So schauten wir uns öfters die neugeborenen Babys im Krankenhaus an. Eines Tages sahen wir dich. Du warst sehr hübsch. Das Mädchen, das dich geboren hatte, konnte dich nicht versorgen. Mama nahm dich auf ihre Arme, drückte dich liebevoll an ihre Brust. Ja Florian, unter den vielen Babys haben wir dich als unser Kind ausgewählt, nur dich! So sind wir deine Eltern geworden.“

Auch dich und mich hat Gott als seine Kinder angenommen. Johannes berichtet uns aus erster Hand, dass wir, wenn wir Jesus in unserem Herzen aufnehmen, das Vorrecht haben, Gottes Kinder zu werden (Joh 1,12). Das ermöglichte die unbegreifliche Liebe Gottes, zu einer Zeit, da wir noch nicht einmal geboren waren. Durch den Glauben an Jesus Christus sind wir Gottes Kinder geworden (Gal 3,26)

Möge Gott uns die Gewissheit schenken, dass er uns schon gewollt und geliebt hat, bevor unsere Eltern es taten. Das ist ein unbeschreibliches Vorrecht – und Grund zur Freude und Dankbarkeit.

Adam Schiller

© Advent-Verlag Lüneburg


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