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02/2010
 

So wie jeder Mensch nur einmal sterben muss, danach kommt er vor Gottes Gericht, so wurde auch Christus nur einmal geopfert, um die Sünden aller Menschen wegzuschaffen. Wenn er zum zweiten Mal erscheint, dann nicht nochmals wegen der Sünde, sondern nur noch, um alle, die auf ihn warten, endgültig zu retten.

Hebräer 9,27.28 (Gute Nachricht Bibel)

Die Sängerin Madonna hat auf ihren englischen Ländereien die Jagd untersagt, weil sie die Rache reinkarnierter Rebhühner fürchtet. Früher war die Sängerin an Wochenenden gern auf die Pirsch gegangen. Sie ließ sich aber von einer esoterisch geprägten Denkrichtung beeinflussen, die auch die hinduistische Vorstellung einer Seelenwanderung vertritt. Deshalb kamen Madonna Bedenken, dass sie den auf ihrem Landgut erlegten Vögeln in neuer Gestalt wieder begegnen könnte und diese ihr im nächsten Leben alles heimzahlen würden.

In zahlreichen Religionen und Philosophien gibt es die Vorstellung, dass sich die Seele nach dem Tod vom Leib trennt und in ein anderes Wesen übergeht. Dabei spielt auch der Gedanke der Läuterung und Vergeltung eine Rolle. Die Bibel kennt jedoch keinerlei Form der Seelenwanderung. Darüber können wir froh sein.

Im Hebräerbrief ist die Rede davon, dass der Mensch nur einmal stirbt und danach vor Gottes Gericht gestellt wird. In diesem Gericht kommt es allerdings nicht darauf an, dass wir mehr gute Taten als böse vorweisen können, um freigesprochen zu werden. Schon eine einzige böse Tat reicht aus, um den ewigen Tod zu verdienen. Noch so viele gute Werke können daran nichts ändern. Es gibt nur einen Ausweg: Ein anderer bezahlt für meine Schuld.

Das ist tatsächlich geschehen. „Christus hat euch losgekauft, aber nicht mit Geld, sondern mit seinem eigenen kostbaren Blut.„ (1 Ptr 1,18.19 Hfa) Wer diese „Erlösung„ annimmt, seine Schuld bekennt und durch das Wirken des Heiligen Geistes ein anderes Leben führt, braucht vor dem Gericht keine Angst zu haben. Derjenige freut sich darauf, dass Jesus wiederkommt, um ihm ewiges Leben zu schenken.

Ewiges Leben bedeutet nach der Bibel allerdings nicht das Ende der eigenen Existenz, sondern wir dürfen ganz konkret in einer „neuen Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt„, wohnen (2 Ptr 3,13 Hfa).

Holger Teubert


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